Zehn Oberstufenschüler siegen im Bundeswettbewerb Fremdsprachen

Die Gymnasiasten haben sich in der Endrunde des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen durchgesetzt – und damit einen der traditionsreichsten Schülerwettbewerbe in Deutschland gewonnen.


15. November 2011

Die Sprach-Könner werden nun mit Stipendien und Sprachreisen über den Wettbewerb hinaus gefördert. Die hessische Kultusministerin Dorothea Henzler zeichnete die Preisträger am Montag in Dreieich (bei Frankfurt am Main) aus.

Die Schülerinnen und Schüler siegten im Oberstufenwettbewerb, der Königsdisziplin des Bundeswettbewerbs. In vier Runden haben sie einen großen Wortschatz, grammatikalische Fähigkeiten, aber auch sprachlich-kulturelles Wissen gezeigt – in Hausarbeiten oder vor der Jury. Mehr als 1.000 junge Leute sind in dieser Disziplin des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen an den Start gegangen. Der Bundeswettbewerb ist ein Angebot von Bildung & Begabung, dem Zentrum für Begabungsförderung in Deutschland.

Die zehn Bundessieger sind:
  • Antonia Gläser (Trier, Rheinland-Pfalz),
  • Viktoria Grzymek (Aachen, NRW),
  • Matthieu Kohl (Xanten, NRW),
  • Emma Pötscher (Traunstein, Bayern),
  • Katharina Trettenbach (Weiden, Bayern),
  • Adrian van Kan (Bausendorf, Rheinl.-Pfalz),
  • Alexander Wentker (Schwielowsee, Brandenburg),
  • Iris Vera Teruel, Laura Hanke und Anya Zou (alle Berlin).


Berlin ist damit mit drei Fremdsprachen-Bundessiegern erfolgreichstes Bundesland. Die Bundessieger werden in die Studienstiftung des deutschen Volkes aufgenommen. Weitere Preise führen die Teilnehmer unter anderem zu College-Aufenthalten in die USA und auf die Spuren der Antike, zum Beispiel nach Italien.

Neben den zehn ersten Preisen wurden in der Strothoff International School in Dreieich 23 zweite, elf dritte und zwei Anerkennungspreise vergeben.

Für die Endrunde in Dreieich hatten sich 47 Schüler aus ganz Deutschland qualifiziert. Sie absolvierten das Finale in bis zu vier Wettbewerbssprachen – darunter auch Sprachen wie Lettisch, Rumänisch und Chinesisch, die in der Schule kaum unterrichtet werden.

Dorothea Henzler, Kultusministerin in Hessen, hob den Stellenwert von Fremdsprachen für die heutige Gesellschaft und damit die Wichtigkeit des Wettbewerbs hervor. "Sprachkenntnisse sind eine große persönliche Bereicherung. Sie öffnen den Blick für andere Lebensweisen und Kulturen. Im beruflichen Alltag zählen sie zu den Schlüsselqualifikationen und sichern eine Perspektive für die Zukunft", sagte Henzler.

Junge Leute mit Spaß an fremden Sprachen können sich noch bis zum 6. Dezember 2011 zur neuen Runde des Oberstufenwettbewerbs anmelden.

Etwa 15.000 Schüler nehmen jährlich in verschiedenen Disziplinen des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen teil. Bildung & Begabung, der Veranstalter des Bundeswettbewerbs, ist eine Initiative des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft, maßgeblich gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Die Schirmherrschaft hat Bundespräsident Christian Wulff. Hauptsponsoren des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen sind der Cornelsen Verlag und die telc GmbH.