Forschung und Entwicklung

Die Wissenschaftsstatistik des Stifterverbandes erhebt jedes Jahr die Ausgaben, die Unternehmen und Institutionen für Gemeinschaftsforschung für die Neu- und Weiterentwicklung von Produkten bzw. Produktionsverfahren tätigen.


In der Erhebung zum Berichtsjahr 2011 wurden rund 21.000 Unternehmen zu Forschungsaktivitäten, Branchen und Personalstärke befragt.


Die zentralen Ergebnisse im Überblick:

  • Der Wirtschaftssektor in Deutschland hat 2011 51,1 Mrd. Euro für interne
    (FuE-Aktivitäten, die Unternehmen im eigenen Haus durchgeführt werden) und 12,3 Mrd. Euro für externe Forschung und Entwicklung (Forschungs- aufträge an Dritte) ausgegeben. Dies waren bei den internen FuE-Aufwendungen gegenüber 2010 8,8% und bei den externen FuE-Aufwendungen 13,6% mehr als noch 2010.
  • Im Vergleich zum Krisenjahr 2009, in dem die FuE-Aufwendungen erstmals seit der Wiedervereinigung zurückgingen, lag die Steigerungsrate der FuE-Aufwendungen nun sogar bei 12,8%.


In den einzelnen Branchen lässt sich für die Entwicklung der FuE-Aufwendungen feststellen:

  • Der Kfz-Bau ist nach wie vor führende Branche in Deutschland. Mit 16,3 Mrd. Euro wird hier gut ein Drittel der internen FuE-Aufwendungen des Wirtschaftssektors aufgebracht.
  • Die Elektroindustrie, die von der Krise in 2009 am schwersten getroffen war,  benötigte für deren Überwindung am längsten. 2011 schließt sie allerdings mit 8,2 Mrd. Euro wieder an den Wert vor der Krise an.
  • Es folgen der Maschinenbau mit 4,9 Mrd. Euro, Pharma mit 4,1 Mrd. Euro und Chemie mit 3,3 Mrd. Euro.
  • Die Informations- und Kommunikationstechnologie (3,0 Mrd. Euro) sowie unternehmensnahe Dienstleister (3,3 Mrd. Euro) haben bereits seit einigen Jahren an die "großen" klassischen Industriebranchen Anschluss gefunden.


Das Forschungspersonal erreichte mit 357.129 Vollzeitäquivalenten (FTE) einen neuen Höchststand. Damit sind 5,9% mehr Menschen in FuE beschäftigt als noch 2010.

  • Trotz der insgesamt positiven Tendenz liegt die Zahl der FuE-Beschäftigten im Verarbeitenden Gewerbe mit 293.448 FTE nur knapp über dem Niveau des Jahres 2008 vor der Krise; dies gilt ebenso für die meisten Industriebranchen, auch für den Automobilbau. Die positive Entwicklung des Wirtschaftssektors bei den FuE-Beschäftigten ist vor allem den Bereichen IKT (+8,7 gegenüber 2010) und Dienstleistungen (+10,7%) zu verdanken. So erklärt es sich, dass die Kleinen und Mittleren Unternehmen (KMU) mit unter 500 Beschäftigten ihr FuE-Personal absolut fast um die gleiche Anzahl gesteigert haben wie die Großunternehmen.
  • Über alle Sektoren hinweg (Wirtschaft, Staat, Hochschulen) wurden im Jahr 2011 2,91% des Bruttoinlandsproduktes in FuE investiert. Davon entfielen auf den Wirtschaftssektor 1,97, auf die Hochschulen 0,52 und auf die staatlichen Forschungseinrichtungen 0,42 Prozentpunkte. Damit rückte Deutschland dem Ziel, dass die FuE-Aufwendungen von Wirtschaft und Staat eine Höhe von 3% des Bruttoinlandproduktes erreichen sollen, wieder ein Stück näher. Die Steigerung von 0,11 Prozentpunkten gegenüber dem Jahr 2010 ist größtenteils auf den Wirtschaftssektor zurückzuführen.


Ansprechpartnerin

Dr. Verena Eckl

Projektleitung
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T: (0201) 8401-412
F: (0201) 8401-431

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