Das Hochschul-Barometer
des Stifterverbandes

Wohin steuert das deutsche Hochschulsystem? Das Hochschul-Barometer gibt Antworten aus Sicht der Hochschulleitungen

Die Hochschulen in Deutschland gewinnen Gestaltungsspielräume. Ihre Strategien und Maßnahmen beeinflussen zunehmend gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklungen. Für das "Hochschul-Barometer" wendet sich der Stifterverband einmal im Jahr an alle Hochschulleitungen in Deutschland und bittet sie um ihre Einschätzungen zur aktuellen Lage der Hochschulen, drängenden Herausforderungen und geplanten Entwicklungen. Jedes Jahr liegt der Schwerpunkt auf einem Thema mit besonders hoher Relevanz.


Thema 2013: Innovation durch Kooperation – Die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft


CoverHochschulen und Wirtschaft arbeiten bereits an vielen Stellen und partnerschaftlich in der Forschung zusammen. Daraus erwachsen Vorteile für alle Beteiligten. So ermöglichen Forschungskooperationen den Unternehmen, mit Innovationen neue Märkte zu erschließen. Hochschulen erhalten Impulse für ihre anwendungsorientierte Forschung und eröffnen sich alternative Finanzierungsquellen. Die Gesellschaft profitiert von neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen und wirtschaftlichen Effekten.

Die Wertschöpfung, die durch solche Kooperationen entsteht, ist beachtlich. Trotz der positiven Wirkungen steht die Zusammenarbeit der Hochschulen mit Unternehmen des Öfteren in der Kritik. Befürchtet werden Abhängigkeiten und ein unangemessener Einfluss auf Forschungsergebnisse oder deren Veröffentlichung. Aus Sicht der Hochschulleitungen, die im Hochschul-Barometer Stellung beziehen, sind diese Befürchtungen weitgehend unberechtigt. Versuche, die Freiheit der Wissenschaft zu beschränken, sind Einzelfälle. Auch diese müssen offengelegt und, noch besser, von vornherein vermieden werden. Doch in der Regel funktionieren die Partnerschaften auf Augenhöhe. Nur dadurch lässt sich erklären, dass sich über 90 Prozent der Hochschulleiter für die Zukunft mehr Kooperationen mit der Wirtschaft wünschen. Finanzierungsaspekte allein können dafür nicht verantwortlich sein. Denn bei den meisten Projekten investieren die Hochschulen auch eigene Ressourcen. Dadurch werden jedoch fehlende Grundmittel auch ein Problem für die Entwicklung neuer Kooperationen mit Unternehmen.

Verschiedene Indikatoren zeigen, dass die Dynamik in der Zusammenarbeit von Hochschulen und Unternehmen nachgelassen hat. Der Anteil der Wirtschaft an den Drittmitteln insgesamt ist in den letzten Jahren gesunken. Die Ausgaben der Unternehmen für Hochschulforschung wachsen weniger stark als die Forschungsausgaben der Wirtschaft insgesamt. Für den Innovations- und Hochschulstandort Deutschland sind das keine guten Nachrichten. Welche Erfolgsfaktoren stärken also die Kooperationen, welche Hemmnisse müssen abgebaut werden? Mit der aktuellen Studie möchte der Stifterverband der Diskussion um den Wert der Partnerschaft von Wissenschaft und Wirtschaft neue Impulse geben und aufzeigen, auf welcher Basis die Zusammenarbeit gelingen kann. Die Stiftung van Meeteren hat diese Untersuchung unterstützt.


Videos zum Thema




Hochschule Neubrandenburg: Micha Teuscher, Rektor der Hochschule Neubrandenburg, über die Zusammenarbeit zwischen einer ostdeutschen Hochschule und der regionalen Wirtschaft




Universität Göttingen: Ulrike Beisiegel, Präsidentin der Georg-August-Universität Göttingen, über die Zusammenarbeit von Hochschule und Wirtschaft und ihre Erfahrungen mit Public-Private-Partnerships


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