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Wie können wir die MINT-Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler gemeinsam stärken?

MINT-Fachtag am 1. Oktober 2025 in Heilbronn
MINT-Fachtag am 1. Oktober 2025 in Heilbronn
MINT-Fachtag am 1. Oktober 2025 in Heilbronn
Roadmapping
Steuerungswissen
Veranstaltungsrückblick
Text
Michal Mazurkiewicz
Michal Mazurkiewicz
Michal Mazurkiewicz
Veröffentlicht
15.10.2025

Im Rahmen des ersten MINT-Fachtages, den das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg in der experimenta in Heilbronn am 1. Oktober 2025 durchgeführt hat, organisierte der Stifterverband für Lehrkräfte, Hochschulmitarbeitende, Verwaltungsfachkräfte und weitere Vertreterinnen und Vertretern aus Bildungspraxis und Zivilgesellschaft eine interaktive Ideenwerkstatt. Zentraler Inhalt der Werkstatt war die Leitfrage, wie die MINT-Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler in Baden-Württemberg gemeinsam und zügig gestärkt werden können.

Herausforderung Heterogenität

 
Schülerinnen und Schüler in Baden-Württemberg werden immer heterogener, was ihre Lern- und Leistungsvoraussetzungen, ihre Herkunft und ihren sozioökonomischen Hintergrund betrifft. Unter diesen Gegebenheiten einen Unterricht in den mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern zu gestalten, der allen Schülerinnen und Schülern zu ihren bestmöglichen Leistungen verhilft, stellt eine zunehmende Herausforderung für alle Beteiligten dar. Dies zeigt sich nicht zuletzt in den vergangenen Ergebnissen aus dem IQB-Bildungstrend.

Auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Ideenwerkstatt haben diese Entwicklung als zentrale Herausforderung in ihrer Arbeit benannt. Als wichtige Hebel für eine zügige Anpassung des Unterrichts an die aktuellen Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler haben sie neben günstigen Rahmenbedingungen für den Unterricht den Ausbau von Lehrkräftefortbildungen und von Kooperationen mit außerschulischen Anbietern bestätigt. Diese Hebel wurden bereits im Vorfeld in einer landesweiten Befragung durch den Stifterverband und das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg ermittelt.

 

Hebel statt Hürden

 
Wie diese Hebel trotz der Hürden und Routinen des Unterrichtsalltag umzusetzen sind, stand im Mittelpunkt der Arbeitsphase der Ideenwerkstatt. So haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beispielsweise gemeinsam festgestellt, dass Kinder, deren Unterricht durch die Teilnahme der Lehrkräfte an Fortbildungen ausfällt, parallel zur Fortbildung an passenden Angeboten von außerschulischen Partnern teilnehmen können, die an den Unterricht inhaltlich angebunden sind. Dafür benötigen Lehrkräfte jedoch Unterstützung bei der Auswahl entsprechender Kooperationspartner.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den verschiedenen Bereichen nahmen die gemeinsame Erkenntnis mit: Die zügige Steigerung der MINT-Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler kann nur im Verbund von Bildungspraxis, Bildungspolitik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft gelingen.

Die Ideenwerkstatt diente als Kick-off zur Erstellung einer Roadmap, mit der aufgezeigt werden soll, wie die MINT-Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler in Baden-Württemberg mittelfristig und messbar gesteigert werden können. Diese soll gemeinsam mit dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg im zweiten Quartal 2026 veröffentlicht werden.

 

Kontakt

Michal Mazurkiewicz
Michal Mazurkiewicz

Michal Mazurkiewicz

ist Referent für Bildungspolitik und politische Kommunikation im Stifterverband.

T 030 322982-394

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