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OECD und Europäische Kommission veröffentlichen AI Literacy Framework mit Beteiligung deutscher Bildungsakteure

Das heute in Brüssel veröffentlichte AI Literacy Framework unterstützt Lehrkräfte dabei, KI-Kompetenzen im Unterricht gezielt zu stärken. Der Stifterverband hat die Perspektive der deutschen Bildungscommunity eingebracht und die deutsche Übersetzung des Frameworks fachlich verantwortet.

18.06.2026

Künstliche Intelligenz verändert zunehmend unser gesellschaftliches, berufliches und privates Leben. Für einen souveränen Umgang mit KI sind grundlegende Kompetenzen erforderlich, die aber in der Schulbildung noch nicht ausreichend gefördert werden. Hier setzt das neue AI Literacy Framework an.

Das AILit-Framework ist eine gemeinsame Initiative der Europäischen Kommission und der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). CodeAI sowie führende internationale Expertinnen und Experten haben die Entwicklung begleitet. Das Framework leistet einen Beitrag zur PISA-Studie 2029, in der erstmals "Media & AI Literacy" erhoben wird. Es wird schrittweise in allen 24 offiziellen EU-Amtssprachen veröffentlicht und liegt zum Launch auf Englisch, Deutsch und Französisch vor.

Als international abgestimmter Bezugsrahmen beschreibt das AI Literacy Framework zentrale Kompetenzen, die Schülerinnen und Schüler benötigen, um in einer von KI geprägten Welt verantwortungsvoll und selbstbestimmt zu handeln. Im Mittelpunkt stehen vier Kompetenzbereiche: "Mit KI bewusst umgehen", "KI kreativ anwenden", "KI gezielt einsetzen" und "KI aktiv mitgestalten". Der Fokus liegt nicht auf einzelnen Tools, sondern auf dauerhaften Kompetenzen, die auch dann relevant bleiben, wenn sich KI-Technologien weiterentwickeln.  

"Mit dem AI Literacy Framework geben wir Lehrkräften, Schulen und Bildungspolitik ein gemeinsam entwickeltes Instrument an die Hand, das KI-Kompetenzen greifbar macht", ergänzt Florian Rampelt, Mitglied der Expertengruppe zur Erarbeitung des Frameworks und Programmleiter für Future Skills & KI beim Stifterverband. "Es bietet die Chance, AI Literacy systematisch und praxisorientiert in Schulen und der Lehrkräftebildung zu verankern."

Der Stifterverband war in der Expertengruppe zur Erarbeitung des Frameworks vertreten und koordinierte eine Taskforce, die umfassendes Feedback deutscher Bildungsakteure einbrachte. Darüber hinaus verantwortete der Stifterverband die deutsche Übersetzung des Frameworks – von der begrifflichen Präzisierung bis zur Anschlussfähigkeit an den deutschen Bildungskontext. Der KI-Campus des Stifterverbandes entwickelt gemeinsam mit Bildungspartnern digitale Lernangebote zum Framework. Diese Aktivitäten werden im Rahmen der Zukunftsmission Bildung des Stifterverbandes von der TÜV SÜD Stiftung unterstützt.

 
Das AILit-Framework steht auf Deutsch unter dem Titel "Lernende für das KI-Zeitalter befähigen: Ein KI-Kompetenzrahmen für die Primar- und Sekundarstufe" auf www.ailiteracyframework.org und www.ki-campus.org/ailiteracyframework zur Verfügung.
 

Pressekontakt

Peggy Groß (Foto: Marcel Schwickerath)
Peggy Groß (Foto: Marcel Schwickerath)

Peggy Groß

ist Pressesprecherin des Stifterverbandes.

T 030 322982-530

Lucas Laux (Foto: Marcel Schwickerath)
Lucas Laux (Foto: Marcel Schwickerath)

Lucas Laux

verantwortet im Stifterverband die Öffentlichkeitsarbeit des Programmbereichs "Future Skills & KI".

T 0162 1067516

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