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30.09.2026 - Berlin

Länder-Roundtable Innovation #4

Innovation als Gemeinschaftsaufgabe: 
Die Länder als unverzichtbarer Partner der Hightech-Agenda?

Die Hightech Agenda Deutschland (HTAD) adressiert Bundesländer, Wissenschaft und Wirtschaft als zentrale Umsetzungspartner nationaler Innovationspolitik. In der Praxis fehlen praktikable Konzepte zur Einbindung der Länderreferate jedoch noch. Dabei wäre das Potenzial einer echten Zusammenarbeit erheblich. Laut einer aktuellen Befragung des Stifterverbandes im Rahmen des Hochschul-Barometers würden über 80 Prozent der Hochschulleitungen in Deutschland eine engere Einbindung der Bundesländer in die HTAD ausdrücklich begrüßen. Die Länder verfügen über Steuerungshebel, Infrastrukturwissen und regionale Netzwerke, die der Bund allein nicht mobilisieren kann. Was fehlt, ist nicht der Wille, sondern Klarheit darüber, wie Beteiligung konkret aussehen soll und wer welche Rolle übernimmt.

"Bundesländer als Partner im Prozess der HTAD" steht im Zentrum des vierten Länder-Roundtables Innovation. Zwei Arbeitsschwerpunkte prägen die Diskussion:

  • Kriterien für Länderbeteiligung: Welche Beteiligungsformate im HTAD-Prozess sind überhaupt realistisch, von Kofinanzierung über Monitoring bis zu federführenden Länderrollen? Was wäre wünschenswert, was ist unter bestehenden Bedingungen machbar, und welche Anforderungen müsste der Bund erfüllen, damit Länder Verantwortung übernehmen können?
     
  • Spezialisierung der Bundesländer: Nicht jedes Land kann in allen sechs Schlüsseltechnologien eine relevante Rolle spielen. Wie gelingt eine ehrliche Stärkenanalyse? Wie lassen sich Doppelstrukturen zwischen den Ländern vermeiden und welche Koordinationsmechanismen ermöglichen komplementäre Schwerpunkte statt paralleler Strategien?

 
Im Mittelpunkt steht dabei eine zentrale Frage: Wie können Bundesländer gemeinsam ihre Rolle im HTAD-Prozess stärken, vom Adressaten nationaler Innovationspolitik zum aktiven Mitgestalter?

Den Auftakt bilden Perspektiven aus Hochschule und Wirtschaft: Wie nehmen Hochschulleitungen die Länder heute als HTAD-Akteure wahr, was bräuchten sie von ihnen, und wo sieht die Wirtschaft die größten Reibungsverluste durch fehlende Länderkoordination? Diese Außensicht schärft den Blick für die anschließende Workshoparbeit.

Der Länder-Roundtable Innovation bietet Raum für diesen ehrlichen Austausch, für konkrete Kriterien einer substanziellen Länderbeteiligung und für erste Schritte einer abgestimmten regionalen Spezialisierung. Ziel ist ein handfester Handlungsplan, der im föderalen System ansetzt, ohne auf den Bund zu warten. Darüber hinaus soll das Innovationshandeln im föderalen System neu gedacht werden – strategischer, vernetzter und wirkungsorientierter.

30. September 2026
12:00 bis 17:00 Uhr

betahaus Kreuzberg
Rudi-Dutschke-Straße 23
10969 Berlin

Teilnahme nur auf Einladung

ab 12:00 Uhr
Ankommen: Lunch-Buffet (Steh-Lunch)
 

12:30 Uhr
Begrüßung und thematischer Auftakt
Dr. Pascal Hetze, Co-Leiter des Handlungsfelds "Kollaborative Forschung & Innovation", Stifterverband
 

12:40 Uhr
Perspektiven auf die Hightech-Agenda

Wie die Hochschulen die HTAD bewerten – Evidenz aus dem Hochschul-Barometer
Marian Burk, Wissenschaftlicher Referent, Stifterverband

Kriterien für die Einbindung der Bundesländer in die HTAD
Maik Gebert, Referent für Forschungs- und Innovationspolitik, Stifterverband
 

13:15 Uhr
Reaktionen & Einordnungen (jeweils max. 10 Minuten Impuls + 10 Minuten Q&A)

Perspektiven auf die HTAD aus dem BMFTR
Wie ist der Umsetzungsstand? Was erwartet BMFTR von den Ländern?

Perspektive der Hochschulen
Wie nehmen Hochschulen die Länder heute als HTAD-Akteure wahr, und was fehlt? Was müsste ein Landesministerium konkret tun, damit eine Hochschule in einem HTAD-Technologiefeld tatsächlich investiert/Stelle besetzt/Kooperation eingeht? Wo läuft das Verhältnis zwischen Landesstrategie und Hochschulstrategie in der Praxis auseinander?
 

14:00 Uhr
Kaffeepause//Snacks
 

14:30 Uhr
Parallele Workshops

Workshop 1: Wie stärken Bundesländer gemeinsam ihre Beteiligung an der HTAD?
Welche Beteiligungsformate im HTAD-Prozess sind überhaupt realistisch, von Kofinanzierung über Monitoring bis zu federführenden Länderrollen? 
Was wäre wünschenswert, was ist unter bestehenden Bedingungen machbar, und welche Anforderungen müsste der Bund erfüllen, damit Länder Verantwortung übernehmen können?

Workshop 2: Länderübergreifende Spezialisierung
Nicht jedes Land kann in allen sechs Schlüsseltechnologien eine relevante Rolle spielen. Wie gelingt eine Stärken- sowie Bedarfsanalyse? 
Wie lassen sich Doppelstrukturen zwischen Ländern vermeiden, und welche Koordinationsmechanismen ermöglichen komplementäre Schwerpunkte statt paralleler Strategien?
 

16:30 Uhr
Wrap-up und Ausblick
 

17:00 Uhr
Ende der Veranstaltung

 

 
ZIELE UND ZIELGRUPPE

Der Länder-Roundtable Innovation versteht sich als ein Denk- und Austauschraum zu schaffen, der die Zusammenarbeit der Bundesländer im Bereich der Innovationspolitik stärken soll. Ziel ist es, konkrete Herausforderungen und Chancen des Föderalismus in Bezug auf Zusammenarbeit, unterschiedliche Budgets, vielfältige Innovationslandschaften, Wirtschaftsräume und Strategien zu identifizieren sowie Lösungsansätze und Handlungsempfehlungen zu entwickeln. Die Veranstaltung richtet sich vor allem an die Fachebene aus Wirtschafts- und Wissenschaftsministerien der Bundesländer.
 

Kontakt

Maik Gebert (Foto: Marcel Schwickerath)
Maik Gebert (Foto: Marcel Schwickerath)

Maik Gebert

ist Referent für Forschungs- und Innovationspolitik.

T 030 322982-364

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