Ars legendi-Fakultätenpreis in den Ingenieurwissenschaften und der Informatik

in Kooperation mit der Konferenz der Fachbereichstage (KFBT)

Bewerbungsschluss: 8. Februar 2019

 
Der Stifterverband und die Konferenz der Fachbereichstage (KFBT) loben zum ersten Mal einen Ars legendi-Fakultätenpreis für exzellente Hochschullehre aus. Er richtet sich an diejenigen Lehrenden in den Ingenieurwissenschaften und in der Informatik, die an Fakultäten und Fachbereichen tätig sind, deren Fachbereichstag Mitglied der KFBT ist. Der Preis wird künftig alle zwei Jahre verliehen und ist mit 15.000 Euro dotiert.

 

Ausschreibung

Der Preis soll die besondere Bedeutung der Hochschullehre für die Ausbildung des Ingenieur- und Informatiknachwuchses sichtbar machen und einen karrierewirksamen Anreiz schaffen, sich in der Hochschullehre zu engagieren und sie über den eigenen Wirkungsbereich hinaus zu fördern. Gleichzeitig soll die Qualität der Lehre als zentrales Gütekriterium für Hochschulen und strategisches Ziel des Qualitätsmanagements der Hochschulen stärker verankert werden.

Der Preis wird für herausragende und innovative Beiträge und Leistungen in der Lehre verliehen, insbesondere bei der Entwicklung und Umsetzung von

  • Curricula oder curricularen Elementen
  • Lehrmethoden
  • Lehr- und Lernmaterialien
  • Prüfungsmethoden
  • Beratungs- und Betreuungskonzepten für Studieninteressierte und Studierende
  • sonstigen Maßnahmen zur Verbesserung der Lehre

 Der Preisträger bzw. die Preisträgerin soll einige der folgenden Voraussetzungen erfüllen:

Unterstützung für den Lernprozess der Studierenden

Die Lehre des Preisträgers/der Preisträgerin unterstützt den Lernprozess der Studierenden in herausragender Weise, belegt zum Beispiel durch folgende Aktivitäten:

  • Die Lehre findet besondere Anerkennung von Studierenden sowie von Kolleginnen und Kollegen.
  • Die Lehre aktiviert und motiviert die Studierenden, gibt ihnen Orientierung und stärkt ihre Eigenverantwortung.
  • Die Lehre weckt bzw. unterstützt die fachliche Motivation der Studierenden, insbesondere am Studienbeginn und in der Vermittlung der Grundlagenwissenschaften.
  • Die Lehrkonzepte gehen auf die Unterschiedlichkeit der Studierenden, ihrer Vorqualifikationen und ihrer Lernstile ein und fördern so differenziert wie nötig.
  • Die Lehre fördert den Aufbau von überfachlichen und Schlüsselkompetenzen und bezieht fachbezogen ethische Aspekte ein.

Lehre mit besonders hoher Qualität

Der Preisträger/die Preisträgerin konzipiert und betreibt seine/ihre Lehre mit besonders hoher Qualität, belegt zum Beispiel durch folgende Aktivitäten:

  • Er/sie passt die Lehre in das Profil des Studiengangs ein, formuliert kompetenzorientierte Lernziele und setzt sie mit angemessenen, vielfältigen Methoden in der Lehre um.
  • Er/sie nutzt Lehr- und Lerntheorien und die Bewertung durch Studierende sowie Kolleginnen und Kollegen in der kritischen Bewertung und fortlaufenden Weiterentwicklung seiner/ihrer Lehre.
  • Er/sie entwickelt besondere Konzepte zur Bewertung des Lern- oder Studienerfolgs, beispielsweise im Rahmen kompetenzorientierter Prüfungen.
  • Er/sie entwickelt Verfahren zur Bewertung der Anforderungen aus Wissenschaft und Praxis hinsichtlich der Kompetenzanforderungen.

Gestaltung hervorragender Studiengänge

Der Preisträger/die Preisträgerin leistet wesentliche Beiträge zur Gestaltung hervorragender Studiengänge, zum Beispiel durch folgende Aktivitäten:

  • Er/sie engagiert sich maßgeblich für die lernergebnis- und kompetenzorientierte Gestaltung der Studiengänge und die entsprechende inhaltliche und zeitliche Abstimmung der Module und Lehrveranstaltungen.
  • Er/sie fördert die Verbindung der fachwissenschaftlichen Ausbildung mit der Vermittlung von überfachlichen Kompetenzen und Schlüsselkompetenzen.
  • Er/sie trägt bei zur Motivation für das Fach und zur Bindung sowohl von Studieninteressierten als auch von Studierenden, insbesondere auch von Frauen oder von jungen Menschen mit Migrationshintergrund.

Entwicklung und Umsetzung innovativer Lehrkonzepte

Der Preisträger/die Preisträgerin fördert maßgeblich die Entwicklung und Umsetzung innovativer Lehrkonzepte und -methoden in der Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW) und im Fach, zum Beispiel durch folgende Aktivitäten:

  • Er/sie fördert die Implementierung innovativer Lehrkonzepte und -methoden in der Hochschule und in der Fachdisziplin, etwa durch Weiterbildungsmaßnahmen für Kolleginnen und Kollegen oder durch das Engagement in Gremien, Fachgesellschaften oder im politischen Raum.
  • Er/sie bringt sich in die Diskussionen zur Zukunft von Lehre an Universitäten mit nachhaltigen Vorschlägen konstruktiv ein.
  • Er/sie leistet wesentliche Beiträge zum Diskurs über die Qualität der Lehre, zum Beispiel über lehrbezogene Forschungs- und Entwicklungsprojekte, insbesondere unter Einwerbung von Drittmitteln. Seine/ihre Projekte werden als "Best Practice" angesehen und von Hochschullehrern aufgegriffen.

Ausgewiesene Wissenschaftlichkeit

Der Preisträger/die Preisträgerin ist ein/e ausgewiesene/r Wissenschaftler/in:

  • Er/sie dokumentiert in der Lehre, dass er/sie innerhalb der eigenen Disziplin, aber auch interdisziplinär und international vernetzt ist.
  • Er/Sie dokumentiert in der Lehre, dass er/sie anwendungsorientierte Forschung betreibt.
  • Es gelingt ihm/ihr, seine/ihre Forschungsergebnisse geeignet in die Lehre einzubinden.

 
Die Bewerbung
erfolgt in der Regel auf Vorschlag der Fakultäten und Fachbereiche oder der Fachschaften der Ingenieurwissenschaften und der Informatik an Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW). Eigenbewerbungen sind zulässig. Bitte verwenden Sie für Ihren Vorschlag bzw. Ihre Bewerbung das auf dieser Seite zum Download angebotene Formular und fügen die genannten Anlagen bei.

Die vollständigen Unterlagen (in folgender Reihenfolge: Deckblatt und Stellungnahme des Fachbereichs/der Fakultät, Deckblatt und Stellungnahme der Studentischen Fachschaft und Deckblatt und Stellungnahme der nominierten Person sowie Anlagen) sind in einem PDF-Dokument per E-Mail bis zum 8. Februar 2019 an folgende Adresse zu senden:
carolin.goettelmann@informatik.hs-fulda.de

Über die Vergabe des Preises entscheidet eine Jury aus Experten der Lehre in den Ingenieurwissenschaften und in der Informatik, aus Studierenden und Hochschulvertretern.

Die Preisverleihung wird im Rahmen der bundesweiten Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen der Fachhochschulen und Hochschulen für angewandte Wissenschaften am 14. Juni 2019 an der Technischen Hochschule Lübeck stattfinden.

Bitte beachten Sie, dass Ihr Vorschlag am 8. Februar 2019 (Bewerbungsschluss) nur vollständig ist, wenn Stellungnahmen des Kandidaten/der Kandidatin, der Fachschaft und des Fachbereichs/der Fakultät vorliegen.

Kontakt

Dominique M. Ostrop

ist Programmmanagerin im Bereich '"Programm und Förderung".

T 0201 8401-162
F 0201 8401-215

E-Mail senden

Carolin Göttelmann

Konferenz der Fachbereichstage
c/o Prof. Dr. Ulrich Bühler
Fachbereich Angewandte Informatik
Hochschule Fulda
Leipziger Straße 123
36037 Fulda
T 0661 9640-302

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Die Initiatoren danken GESAMTMETALL für die freundliche Unterstützung des Ars legendi-Fakultätenpreises Ingenieurwissenschaften und Informatik in Kooperation mit der Konferenz der Fachbereichstage (KFBT).