Bildungs­investitionen der Wirtschaft 2015

Eine gemeinsame Studie des Stifterverbandes und des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln

Die Studienreihe "Bildungsinvestitionen der Wirtschaft" ist die größte Erhebung zu den Ausgaben der Wirtschaft für Hochschulen und Studierende in Deutschland. Sie wird seit 2009 im dreijährigen Turnus durchgeführt. An der dritten Befragung nahmen 1.095 Unternehmen im Zeitraum Februar bis Mai 2016 teil. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die rund 55.000 deutschen Unternehmen ab 50 Mitarbeitern.

Die Ergebnisse zeigen deutlich: Für ein nachlassendes Interesse an Hochschulabsolventen gibt es kein Signal aus der Wirtschaft. Vielmehr haben die Unternehmen ihre Ausgaben für die akademische Bildung noch stärker gesteigert als ihre Aufwendungen für Forschung und Entwicklung. Dabei geht es ihnen um den Transfer neuer Ideen und Inhalte sowohl durch die Rekrutierung besonders guter Studierender als auch durch die akademische Weiterbildung der Mitarbeiter. Dieses Engagement geht keineswegs auf Kosten der beruflichen Bildung. So wollen die Unternehmen in den kommenden Jahren ihre Investitionen in beiden Bereichen stabil halten oder noch steigern.

Die Erhebung für das Jahr 2015 bestätigt die Kernbotschaft der vorangegangenen Befragung: Die Verzahnung von beruflicher Praxis und akademischer Bildung ist ein Hauptanliegen der Unternehmen. Das zeigt sich an den deutlich gestiegenen Investitionen in duale Studiengänge und Praktika ebenso wie an den Erwartungen an ein Hochschulstudium. Akademisches Fach- und Methodenwissen soll aus der Sicht der Unternehmen in einer Weise vermittelt werden, die sowohl die berufliche Einsetzbarkeit als auch die Entwicklung der Persönlichkeit fördert.

Die Erhebung verdeutlicht außerdem den erheblichen Stellenwert regionaler Netzwerke. Unternehmen wenden sich mit ihrem Engagement in erster Linie an Hochschulen in ihrer Nähe. Auch im digitalen Zeitalter ist die persönliche Kommunikation aus Sicht der Unternehmen entscheidend für das Gelingen einer Kooperation. Hochschulen sollten bei der Entwicklung ihrer fachlichen Profile daher auch den Austausch mit der regionalen Wirtschaft suchen.

 

Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick

Quelle: IW Köln/IW Consult, Stifterverband
Quelle: IW Köln/IW Consult, Stifterverband
Quelle: IW Köln/IW Consult, Stifterverband
Quelle: IW Köln/IW Consult, Stifterverband
Quelle: IW Köln/IW Consult, Stifterverband, Statistisches Bundesamt
Quelle: IW Köln/IW Consult, Stifterverband
Quelle: IW Köln/IW Consult, Stifterverband
Quelle: IW Köln/IW Consult, Stifterverband, Statistisches Bundesamt
Quelle: IW Köln/IW Consult, Stifterverband
Quelle: IW Köln/IW Consult, Stifterverband
Quelle: IW Köln/IW Consult, Stifterverband
Quelle: IW Köln/IW Consult, Stifterverband
Quelle: IW Köln/IW Consult, Stifterverband
Quelle: IW Köln/IW Consult, Stifterverband

Kontakt

Dr. Mathias Winde

leitet den Programmbereich "Hochschulpolitik und 
-organisation".

T 030 322982-501
F 030 322982-515

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