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​Wie gelingt Kooperation zwischen Hochschule und Unternehmen?​

Projekt Ecosys4you (Foto: Institut Arbeit und Technik der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen, Bocholt, Recklinghausen)
Projekt Ecosys4you (Foto: Institut Arbeit und Technik der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen, Bocholt, Recklinghausen)
Projekt Ecosys4you (Foto: Institut Arbeit und Technik der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen, Bocholt, Recklinghausen)
Hochschule
Kollaboration
Gute Praxis
Text
Jan-Frederik Thurmann (Foto: Marcel Schwickerath)
Jan-Frederik Thurmann (Foto: Marcel Schwickerath)
Jan-Frederik Thurmann
Veröffentlicht
09.07.2026

​Seit Jahren sinkt der Anteil von Drittmitteln aus der Wirtschaft an deutschen Hochschulen. Gleichzeitig zeigen die Hochschulperlen 2025, eine Auszeichnung des Stifterverbandes für wegweisende Kooperationen zwischen Hochschulen und Unternehmen, dass Zusammenarbeit gelingen kann. Eine im Juli 2026 veröffentlichte Publikation stellt die ausgezeichneten Projekte vor und zeigt anhand von Interviews, woran Kooperation oft scheitert und was sie erfolgreich macht.

​​Spielräume für gemeinsames Forschen

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Der Anteil von Drittmitteln aus der Wirtschaft sinkt an deutschen Hochschulen seit Jahren. Damit gehen für Wissenschaft und Wirtschaft bedeutende Innovationspotenziale verloren. Gleichzeitig zeigen sich an vielen Stellen bereits gelungene Beispiele für Kollaboration in der Forschung: gemeinsam genutzte Forschungsinfrastruktur, geteilte Personalstellen, gemeinsame Innovationsformate oder die Zusammenarbeit in der wissenschaftlichen Ausbildung. Diese Best Practices beweisen:  Es gibt Spielräume für gemeinsames Forschen zum Nutzen von Wissenschaft und Wirtschaft.

 

​Zwölf ausgezeichnete Projekte

 
​Im Jahr 2025 hat der Stifterverband unter dem Motto "Kollaborativ forschen — Innovation mit Unternehmen gestalten" zwölf Projekte mit der Hochschulperle des Monats ausgezeichnet, die Forschung und Innovation verbinden. Aus den zwölf Preisträgerinitiativen wurde zusätzlich in einem öffentlichen Voting die Hochschulperle des Jahres gewählt: Industry on Campus der Hochschule Offenburg, ein Transferprojekt, das Technologietransfer vom Campus mit MINT-Fachkräftesicherung für die Region verbindet.

​Der Stifterverband hat die Akteure hinter den zwölf Erfolgsgeschichten systematisch befragt: Was machen diese Projekte anders? Was lässt sich für andere Hochschulen ableiten?

Deutschlandkarte mit den Orten der im Jahr 2025 ausgezeichneten Hochschulperlen
Deutschlandkarte mit den Orten der im Jahr 2025 ausgezeichneten Hochschulperlen
​Die Hochschulperlen 2025

​Drei wiederkehrende Hürden (und wie die Projekte sie überwinden)

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Die interaktive Publikation bündelt die zentralen Erkenntnisse aus diesen Gesprächen entlang dreier zentraler systemischer Barrieren:

  1. ​Schnittstellen ohne Steuerungskraft: Transferstrukturen sind an vielen Hochschulen formal etabliert, entfalten in der Praxis jedoch noch zu selten eine verlässliche Steuerungswirkung.
      
  2. ​Fehlende gemeinsame Sprache: Wissenschaft und Wirtschaft operieren mit unterschiedlichen Zeithorizonten, Erwartungen und Arbeitslogiken – fehlende Übersetzungsleistungen sind eine der häufigsten Ursachen für das Scheitern von Kooperationen.
     
  3. Die Transfer-Sackgasse im Karriereweg: Das wissenschaftliche Anreizsystem belohnt Transferengagement strukturell zu wenig, was insbesondere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in frühen Karrierephasen vor schwer auflösbare Zielkonflikte stellt.
     
67,6 Prozent ​der befragten Hochschulen nennen unterschiedliche Arbeitsweisen und Kulturen als größte Barriere der Zusammenarbeit.
67,6 Prozent ​der befragten Hochschulen nennen unterschiedliche Arbeitsweisen und Kulturen als größte Barriere der Zusammenarbeit.

Die Hochschulperlen 2025 zeigen anschaulich, wie Hochschulen diese Hürden in der Praxis überwunden haben – indem sie Transfer aktiv steuern, zwischen unterschiedlichen Logiken vermitteln und Risiken nicht individualisieren, sondern gemeinsam tragen.

 

Zur interaktiven Online-Publikation
 

 

Kontakt

Jan-Frederik Thurmann (Foto: Marcel Schwickerath)
Jan-Frederik Thurmann (Foto: Marcel Schwickerath)

Jan-Frederik Thurmann

ist wissenschaftlicher Referent für Datenanalyse/Data Science im Bereich "Programm und Förderung".

T 030 322982-541

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