Sicherheit als Innovationsaufgabe
Deutschland steht an einem Wendepunkt. Geopolitische Spannungen, technologische Abhängigkeiten und neue Bedrohungslagen verändern die Erwartungen an Wissenschaft und Innovation. Hochschulen sind gefordert, Verantwortung zu übernehmen – als Orte, an denen Wissen für Sicherheit entsteht.
Sie forschen an Cybersicherheit, kritischen Infrastrukturen, Krisentechnologien oder Frühwarnsystemen – nicht als militärische Akteure, sondern als gesellschaftliche Instanzen. Doch veraltete Strukturen und überbordende Bürokratie hemmen das Potenzial:
- Zwei Drittel der Hochschulen verfügen nicht über ausreichende Sicherheitsinfrastruktur.
- Sieben von zehn nennen administrative Hürden wie Exportkontrollen, Datenschutz oder Drittmittelverfahren als größte Hemmnisse.
- Zivilklauseln, ursprünglich als ethische Selbstverpflichtung gedacht, sind oft zu pauschal formuliert und bremsen Forschung, die eigentlich zur zivilen Sicherheit beitragen könnte.