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Hochschulperle 2026

 
Im Jahr 2026 steht die Hochschulperle unter dem Motto "Future Skills 2030 – Kompetenzen für die Welt von morgen".

 

Weil sie sich oft nur auf die eigene Institution fokussieren, bleiben innovative Projekte zur Entwicklung von Future Skills an Hochschulen häufig über den eigenen Campus hinaus unbekannt. Weil sie Antworten auf die Herausforderungen der Zukunft geben, verdienen sie jedoch besondere Aufmerksamkeit. Der Stifterverband zeichnet im Jahr 2026 mit der Hochschulperle des Monats Projekte aus, die Studierende, Promovierende oder Hochschulbeschäftigte gezielt auf eine sich wandelnde Arbeits- und Lebenswelt vorbereiten. Ausgezeichnet werden Vorhaben, die Future Skills bereits wirksam berücksichtigen und verankern und damit einen aktiven Beitrag zur Gestaltung einer Welt im Wandel leisten.

An vielen Hochschulen gibt es überzeugende Beispiele dafür, wie solche Future Skills konkret gestärkt werden: durch kreative didaktische Ansätze oder innovative Lernorte, durch zukunftsorientierte zentrale Einrichtungen, durch kooperative Ansätze im Verbund oder durch partizipative Prozesse, die Verantwortung und Transformation mitdenken. All diese Herangehensweisen und Initiativen zeigen, dass "Future Skills" nicht nur ein theoretischer Begriff ist, sondern praktischer Inhalt einer zukunftsorientierten Hochschulbildung.

 

Hochschulperle des Monats Februar:
Kompetenzzentrum Lehre der Hochschule Mainz

Future Skills sind kein Zusatzangebot, sondern ein strategischer Orientierungsrahmen für Hochschulen im Wandel. Die Hochschule Mainz zeigt, wie Zukunftskompetenzen systematisch verankert, qualitätsgesichert umgesetzt und über die eigene Institution hinaus wirksam gemacht werden können.

Als feste Service- und Entwicklungseinheit der Hochschule bündelt das Kompetenzzentrum Lehre Beratung, Lehrentwicklung, Innovation und Vernetzung in einer klaren Struktur und schafft damit eine institutionelle Heimat für Future Skills. Statt einzelner Projekte entsteht ein Gesamtsystem, das Studium, Lehre und Transfer gleichermaßen adressiert.

So hat die Hochschule mit der Future Skills Week ein hochschulweites Qualifizierungsformat etabliert, das sich eng am Future-Skills-Framework des Stifterverbandes orientiert. Interdisziplinäre Workshops, die Einbindung regionaler Unternehmen und ein begleitendes Zertifikat machen Kompetenz­entwicklung sichtbar und anschlussfähig. Insgesamt wird ein sehr partizipativer Anspruch gelebt: Studierende und Lehrende werden nicht nur adressiert, sondern aktiv in Lernprozesse eingebunden. Dieser partizipative Grundsatz wird im Rahmen eines neuen Förderprojekts konsequent weitergedacht. Die Future Skills Week wird zu einem Co-Learning-Barcamp weiterentwickelt, in dem das Wissen der gesamten Hochschule und ihrer Akteure angezapft wird und klassische Hierarchien aufgebrochen werden.

Das Team des Kompetenzzentrums Lehre an der Hochschule Mainz (Foto: Sven-Helge Czichy)
Das Team des Kompetenzzentrums Lehre an der Hochschule Mainz (Foto: Sven-Helge Czichy)
Foto: Sven-Helge Czichy
Das Team des Kompetenzzentrums Lehre an der Hochschule Mainz

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Förderung von KI-Kompetenz. Ein modulares Qualifizierungsprogramm für Lehrende und Studierende reicht von Grundlagen bis hin zu anwendungsbezogenen Spezialisierungen. Besonders wirksam ist die Integration in die Studieneingangsphase: KI wird frühzeitig für alle Studierende als Bestandteil wissenschaftlicher Praxis und verantwortungsvoller Hochschullehre etabliert.

Mit dem Online-Kurs "Data Journey" stärkt die Hochschule zudem systematisch die Datenkompetenzen der Studierenden. Die modular aufgebaute Struktur ermöglicht sowohl ein Selbststudium als auch die curriculare Einbindung. Zugleich ist das Angebot hochschulübergreifend nutzbar und perspektivisch für den Übergang von Schule zur Hochschule anschlussfähig. Hier zeigt sich ein zentraler Hebel: Skalierbarkeit und Transferfähigkeit.

"Die Hochschule Mainz überzeugt durch die konsequente institutionelle Verankerung von Future Skills. Mit klarer Governance, modularen Strukturen und einem starken Transfergedanken entsteht ein Modell, das übertragbar ist und Hochschulentwicklung strategisch stärkt", so die Jury des Stifterverbandes zu ihrer Entscheidung, die Hochschulperle des Monats Februar an die Hochschule Mainz zu vergeben. "Der Ansatz der Hochschule Mainz zeigt, dass Future Skills dann Wirkung entfalten, wenn sie strukturell eingebettet, qualitätsgesichert umgesetzt und in die Profilbildung der gesamten Hochschule integriert sind."

Die bisherigen Hochschulperlen im Jahr 2026

Future Skills Academy (Foto: Oliver Karaschewski/THB)
Future Skills Academy (Foto: Oliver Karaschewski/THB)
Foto: Oliver Karaschewski/THB

In der Future Skills Academy der Technischen Hochschule Brandenburg (THB) steht die Entwicklung von zukunftsorientierten Kompetenzen im Mittelpunkt – sowohl für Studierende und Lehrende als auch für Unternehmen. Zur nachhaltigen Stärkung der Region werden Studierende und Unternehmen in vielfältigen Formaten miteinander vernetzt. Damit wird eine optimale Ausgangsbasis geschaffen, um gemeinsam die Transformationsprozesse in der Arbeitswelt aktiv mitzugestalten.

Studierende erwerben in Workshops und weiteren praxisnahen Formaten gezielte Methoden und Ansätze, um Future Skills zu entwickeln. Themen wie Nachhaltigkeit, Kreativität und AI Literacy stehen hierbei im Fokus. Das geschieht nicht nur theoretisch, sondern auch ganz praktisch. Die Zusammenarbeit mit regionalen Unternehmen spielt eine zentrale Rolle, beispielsweise im Rahmen der Summer School oder bei Discovery Days. Hier erhalten Studierende wertvolle Einblicke in die Arbeitswelt, knüpfen Kontakte oder erproben ihre Kompetenzen in konkreten Projekten. Um Future Skills nachhaltig und weitreichend an der Hochschule zu verankern, richtet sich die Future Skills Academy mit ihren Angeboten aber nicht nur an Studierende, sondern auch an Lehrende. In Train-the-Trainer Workshops rückt die Integration von Future Skills in der Lehre in den Fokus.

Auch für Unternehmen bietet die Future Skills Academy gezielte Angebote. Sie lernen in Workshops aktuelle Trends und Methoden der strategischen Unternehmensplanung kennen, gewinnen Klarheit über die relevanten Schlüsselkompetenzen der Zukunft und entwickeln individuelle Lösungsansätze. Interaktive Tools und praxisorientierte Techniken ermöglichen so einen direkten Transfer in die eigene Unternehmensrealität. Darüber hinaus öffnet die Academy den Zugang zu einer zukunftsstarken Community und ermöglicht den Austausch mit den Fachkräften von morgen.  

"Die TH Brandenburg überzeugt durch einen ganzheitlichen und praxisnahen Ansatz zur Vermittlung von Future Skills. Das Konzept verbindet Lehre, Weiterbildung und regionalen Transfer eng miteinander", so die Jury des Stifterverbandes zu ihrer Entscheidung, die Hochschulperle des Monats Januar an die Future Skills Academy in Brandenburg zu vergeben. "Die Hochschule macht Zukunftskompetenzen wie Kreativität, Teamarbeit und digitale Fähigkeiten systematisch erlern- und sichtbar. Besonders hervorzuheben ist die institutionelle Verankerung dieser Angebote, die Studierende flexibel, praxisorientiert und arbeitsmarktnah auf eine Welt im Wandel vorbereitet."

Details zur Future Skills Academy auf der Website der Technischen Hochschule Brandenburg

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