INNcentive

Das Förderprogramm INNcentive dient der wissenschaftlichen Nachwuchsförderung im Bereich der interdisziplinären empirischen Innovationsforschung.

Kreative Ideen gibt es viele, auch in der Innovationsforschung. Haben Sie eine vielversprechende Idee für Ihre Master- oder Doktorarbeit und sind auf der Suche nach einem finanziellen Zuschuss zur Umsetzung Ihrer Arbeit? INNcentive fördert Master- und Doktorarbeiten in der Betriebs- und Volkswirtschaftslehre sowie in benachbarten Wissenschaftsdisziplinen, die theoriegeleitet empirisch quantitative oder experimentelle Ansätze verfolgen und neuartige Datensätze verwenden oder aufbauen. Die Stipendiaten erhalten zudem die Gelegenheit zur Teilnahme an methodenorientierten Kursen und wissenschaftlichen Workshops zur Diskussion ihrer Arbeit mit anderen jungen Innovationsforschern in einem kreativen Umfeld im Fachbereich Wirtschaftswissenschaft der Universität Bremen.

Ziel ist es, möglichst originelle Forschungsideen mit Hilfe finanzieller Zuwendungen bei der Verwirklichung zu unterstützen. Gleichzeitig soll ein wissenschaftlicher Austausch unter den Stipendiaten sowie zwischen den Stipendiaten und den Kooperationspartnern stattfinden.

Das im Mai 2017 gestartete Programm ist zunächst auf eine Dauer von drei Jahren ausgelegt.

 

Was wird gefördert?

Gefördert werden insbesondere jene Master- und Doktorarbeiten, die

  • einen theoriegeleiteten, empirisch-quantitativen Ansatz verfolgen, der sich durch eine originelle Forschungsfrage auszeichnet,
  • den Aufbau und die Verwendung einzigartiger Datensätze vorsehen und/oder
  • durch die Verwendung neuartiger methodischer Ansätze oder Verfahren (beispielsweise stochastische oder numerische Simulationsansätze, experimentelle Ansätze etc.) überzeugen.

Förderfähig sind Ansätze in der Betriebs- und Volkswirtschaftslehre sowie in benachbarten Wissenschaftsdisziplinen, die einen thematischen Schwerpunkt im Bereich der empirischen Innovationsforschung aufweisen. Das Förderprogramm richtet sich an Studierende und Promovierende von Fachhochschulen, Universitäten und außeruniversitären Forschungsinstituten. Zentrales Kriterium für die Auswahl der Stipendiaten ist dabei der innovative Ansatz im Umgang mit Datenmaterial und die Originalität des methodischen Ansatzes.

Bewerbungsschluss war der 31. Juli 2017.

Foto: Harald Rehling/Universität Bremen
Foto: Harald Rehling/Universität Bremen
Foto: Harald Rehling/Universität Bremen
Foto: Harald Rehling/Universität Bremen
Foto: Harald Rehling/Universität Bremen
Foto: Harald Rehling/Universität Bremen
Foto: Harald Rehling/Universität Bremen
Foto: Harald Rehling/Universität Bremen
Foto: Harald Rehling/Universität Bremen
Foto: Harald Rehling/Universität Bremen
Foto: Harald Rehling/Universität Bremen

Am 19. und 20. Oktober 2017 fand der erste wissenschaftliche Workshop im Rahmen des Nachwuchsförderprogramms INNcentive in Bremen statt. Der Workshop gab den Stipendiaten der ersten Förderrunde die Gelegenheit, ihre Arbeiten vorzustellen und zu diskutieren. Gastredner waren Prof. Dr. Kalevi Kyläheiko (Lappeenranta University of Technology und Universität Bremen) sowie Stefan Bender (Forschungsdatenzentrum, Deutsche Bundesbank). Bestandteil der Tagung war auch ein Methodenseminar zum Thema "Machine learning and big data".
Mehr Info zum Workshop

Schwerpunktthema

Im jährlichen Turnus wechseln die Schwerpunkte nach deren Kriterien die Förderung vergeben wird. Im Jahr 2017 fokussiert sich das INNcentive-Programm auf zwei Themenfelder:

Innovationen im Kontext von Klimawandel und Nachhaltigkeit 
⦁    Management von Umweltinnovationen 
⦁    Erneuerbare Energien 
⦁    Messung von Umweltinnovationen 
⦁    Verhaltensökonomische Ansätze in der Umweltökonomik und Innovation 

Entrepreneurship und innovative Teams 
⦁    Entrepreneurship in Netzwerken 
⦁    Social Entrepreneurship 
⦁    Intrapreneurship 
⦁    Innovation und Kreativität in heterogenen Teams

Foto: iStock/BraunS

Förderung und Mittelverwendung

Den für eine Förderphase ausgewählten Projekten wird jeweils eine Unterstützung für sechs Monate (Masterarbeiten) bzw. für zwölf Monate (Promotionen) gewährt. Dabei werden pro Kalenderjahr bis zu vier Masterarbeiten mit jeweils insgesamt 3.000 Euro und bis zu drei Doktorarbeiten mit jeweils insgesamt 6.000 Euro gefördert.

Im Rahmen des INNcentive-Programms findet im ersten Schritt eine kriteriengeleitete Begutachtung der Abstracts statt und daran anschließend eine Begleitung der Stipendiaten mittels Workshops und wissenschaftlichen Fortbildungen. Auf den jährlich stattfindenden Workshops findet die Präsentation der Ergebnisse aus der vergangenen Kohorte (Output) und eine Präsentation sowie Diskussion der neu ausgewählten Forschungsvorhaben (Input) statt. Dies gewährleistet den Austausch von Ideen unter den geförderten Nachwuchswissenschaftlern.

Ein Drittel der Fördersumme ist zweckgebunden und sollte für Datenbeschaffung, Datenanalyse oder Kompetenzerwerb genutzt werden. Der zweckgebundene Anteil kann dabei entweder monatlich oder als Gesamtsumme verwendet werden. Es muss ein Nachweis über die Verwendung der zweckgebundenen Mittel erbracht werden.

Der zweckgebundene Teil der Fördersumme könnte beispielsweise genutzt werden zur:

  • Beschaffung von Datenmaterial
  • Durchführung eigener Befragungen/Experimente etc.
  • Datenaufbereitung/Datenbearbeitung
  • Reise zu Forschungsdatenzentren
  • Beschaffung von Software zur Datenerhebung/Datenanalyse
  • Finanzierung von Reisen und Gebühren im Rahmen von Workshops/Schulungen/Summerschools (unter anderem zum INNcentive-Workshop)
  • etc.

Der übrige Teil der finanziellen Förderung steht den Stipendiaten zur freien Verfügung.

 

Wissenschaftliche Leitung und Umsetzung

Der Stifterverband ist verantwortlich für administrative Fragen im Rahmen des Förderprogramms, während der Fachbereich Wirtschaftswissenschaft der Universität Bremen die wissenschaftliche Begleitung übernimmt.

Das Team des INNcentive-Programms besteht aus:

  • Prof. Dr. Dr. h.c. Jochen Zimmermann (Dekan des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaft, Universität Bremen, FB7)
  • Prof. Dr. Jutta Günther (Universität Bremen, FB7)
  • Dr. Muhamed Kudic (Universität Bremen, FB7)
  • Dr. Gero Stenke (Stifterverband)

 

Projektpartner
Die Universität Bremen mit ihrem Fachbereich Wirtschaftswissenschaft | FB7 ist Partner bei INNcentive.

Projektförderer
Rolf-Maciejewski-Stiftung

Kontakt

Dr. Gero Stenke

ist Leiter und Geschäftsführer der Wissenschaftsstatistik im Stifterverband.

T 0201 8401-426
F 0201 8401-431

E-Mail senden

Beirat und Auswahlkomitee

Prof. Dr. Christian Cordes (Universität Bremen, Fachbereich Wirtschaftswissenschaft)
Prof. Dr. Jörg Freiling (Universität Bremen, Prodekan für Forschung des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaft)
Prof. Dr. Jutta Günther (Universität Bremen, Fachbereich Wirtschaftswissenschaft)
Dr. Muhamed Kudic (Universität Bremen, Fachbereich Wirtschaftswissenschaft)
Prof. Dr. Michael Roos (Ruhr-Universität Bochum, Fakultät für Wirtschaftswissenschaft)
Dr. Gero Stenke (Stifterverband)
Prof. Dr. Kerstin Wagner (Hochule für Wirtschaft und Technik, SIFE, Chur, Schweiz)