Ars legendi-Fakultätenpreis Mathematik und Naturwissenschaften

Der Stifterverband, die Deutsche Mathematiker-Vereinigung, die Deutsche Physikalische Gesellschaft, die Gesellschaft Deutscher Chemiker und der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland loben zum fünften Mal die Auszeichnung für exzellente Hochschullehre in der Mathematik und den Naturwissenschaften aus.

Bewerbungsschluss: 10. Januar 2018

Der Preis soll die besondere Bedeutung der Hochschullehre für die Ausbildung des Nachwuchses in der Mathematik und den Naturwissenschaften sichtbar machen und einen karrierewirksamen Anreiz schaffen, sich in der Hochschullehre zu engagieren und diese über den eigenen Wirkungsbereich hinaus zu fördern. Gleichzeitig soll die Qualität der Lehre als zentrales Gütekriterium für Hochschulen und strategisches Ziel des Qualitätsmanagements der Hochschulen stärker verankert werden.

Der Preis wird jährlich in den Kategorien Biowissenschaften, Chemie, Mathematik und Physik verliehen und ist mit jeweils 5.000 Euro dotiert.

 

Ausschreibung 2018

Die Auszeichnung wird für herausragende, innovative und beispielgebende Leistungen in Lehre, Beratung und Betreuung verliehen, insbesondere für

  • die Entwicklung, Implementierung und Durchführung neuer Curricula oder curricularer Elemente (Module, Lehrveranstaltungen)
  • die Entwicklung und den erfolgreichen Einsatz von Lehr- und Lernmaterialien bzw. innovativer Lehr- und Prüfungsmethoden
  • die Entwicklung und Umsetzung neuartiger Beratungs- und Betreuungskonzepte für Studieninteressierte und Studierende
  • sonstige Maßnahmen zur Verbesserung von Studium und Lehre (zum Beispiel in der Qualitätssicherung)

Auswahlkriterien

Die Kriterien verstehen sich als Orientierungsrahmen. Werden einzelne Kriterien nicht erfüllt, so ist dies kein Hinderungsgrund für eine Bewerbung bzw. Nominierung. In begründeten Ausnahmefällen können auch Gruppen von Personen für den Preis nominiert werden.

Aspekte der Lehre

Seine/Ihre Lehre

  • unterstützt den Lernprozess der Studierenden in herausragender Weise,
  • aktiviert die Studierenden, stärkt ihre Eigenverantwortung und leitet sie zum selbständigen Lernen an,
  • verhilft Studienanfängern zu einer nachhaltigen Motivation für ihr Studium,
  • geht flexibel auf unterschiedliche Zielgruppen sowie auf die Heterogenität innerhalb einer Gruppe ein,
  • gründet auf Dialog mit den Studierenden,
  • fördert die Entwicklung von Methoden- und Schlüsselkompetenzen.

Lehre im Sinne der Ausschreibung umfasst neben der Planung und Durchführung von Lehrveranstaltungen und Praktika auch die Prüfungen sowie die Beratung und Betreuung der Studierenden.

Professionalität

  • Er/Sie konzipiert und betreibt seine/ihre Lehre mit hoher Professionalität.
  • Er/Sie verfügt über motivierende rhetorische Fähigkeiten und findet dafür besondere Anerkennung unter Studierenden und Kolleg/inn/en.
  • Er/Sie gestaltet seine/ihre Lehre auf der Basis aktueller hochschuldidaktischer Erkenntnisse.
  • Der Lehre liegt ein klar strukturiertes Konzept zugrunde. Die verschiedenen Lehrveranstaltungen (Vorlesungen, Übungen, Praktika etc.) sind sinnvoll aufeinander bezogen und fügen sich in das übergreifende Profil und Curriculum des Studiengangs ein.
  • Er/Sie verfügt über ein breites Repertoire an – insbesondere aktivierenden und interaktiven – Lehrmethoden, die er/sie den jeweiligen Lernzielen und Lerngruppen entsprechend einsetzen kann. Er/Sie berücksichtigt die Erkenntnisse der allgemeinen und fachspezifischen Lehr-/Lernforschung.
  • Er/Sie tauscht sich regelmäßig mit Kollegen/Kolleginnen, Mitarbeitern/Mitarbeiterinnen und Studierenden über Lehrinhalte, Prüfungsformen und Lehrqualität aus und nutzt Evaluationskonzepte zur Verbesserung der Lehre.

Gestaltung von Studiengängen

Er/Sie leistet wesentliche Beiträge zur Gestaltung hervorragender Studiengänge in Bezug auf

  • die Ausrichtung der Studiengänge insgesamt sowie der einzelnen Lehrveranstaltungen an fachlichen und überfachlichen Kriterien – er/sie folgt dabei einer hochschuldidaktischen Leitidee (zum Beispiel forschendes Lernen, problem- oder projektorientiertes Lernen)
  • die Studierbarkeit der Studiengänge durch kontinuierliche Überprüfung des Arbeitspensums, Schaffung zeitlicher Flexibilität, Prüfungsmanagement, Ausbau von Wiederholungsmöglichkeiten etc.
  • die Vielfalt durch Wahlmöglichkeiten, Interdisziplinarität, Flexibilisierung des Studienablaufs etc.

Innovative Lehrkonzepte

Er/Sie fördert maßgeblich die Entwicklung und Umsetzung innovativer Lehrkonzepte und -methoden in der Hochschule und im Fach.

  • Er/Sie fördert die Implementierung zukunftsweisender Lehrkonzepte und -methoden in der Hochschule und in der Fachdisziplin, etwa durch Weiterbildungsmaßnahmen für Kolleg/inn/en oder durch das Engagement in Gremien, Fachgesellschaften oder im politischen Raum.
  • Er/Sie leistet wesentliche Beiträge zum Diskurs über die Qualität der Lehre, etwa über lehrbezogene Forschungs- und Entwicklungsprojekte. Seine/ihre Projekte wurden von Kollegen/Kolleginnen oder anderen Fakultäten aufgegriffen.
  • Er/Sie engagiert sich in der Nachwuchsgewinnung im MINT-Bereich (zum Beispiel durch Schülerlabors oder Kinderunis) und an der Schnittstelle Schule-Hochschule.
  • Er/Sie gibt seinen/ihren Studierenden Orientierungswissen für den Übergang in den Beruf mit.

Verbindung von Forschung und Lehre

Der Preisträger/die Preisträgerin verbindet in seiner/ihrer Person mathematische bzw. naturwissenschaftliche Forschung und Lehre.

Jeder Nominierungsvorschlag muss einer der vier Kategorien zugeordnet sein.

  • Biowissenschaften
  • Chemie
  • Mathematik
  • Physik 

 
Das Vorschlagsrecht
für die Kandidaten haben:

  • Fakultäten und Fachbereiche, vertreten durch Dekane und Studiendekane
  • die Fachschaften
  • die lokalen Vertretungen und Juniorenorganisationen der Fachgesellschaften

Darüber hinaus sind auch Eigenbewerbungen zulässig.

Hinweise zur Nominierung

Ein vollständiger Nominierungsvorschlag besteht in jedem Fall aus:

  1. einer Stellungnahme der Fakultät oder des Fachbereichs
  2. einer Stellungnahme der studentischen Fachschaft
  3. einer Stellungnahme der Kandidatin/des Kandidaten selbst (mit den geforderten Anlagen)

Zusätzlich können die lokalen Vertretungen und Juniorenorganisationen der Fachgesellschaften eine ergänzende Stellungnahme abgeben oder eine der Stellungnahmen mitzeichnen.

Jede Stellungnahme besteht aus einem Deckblatt und weiteren Seiten zur Begründung der Nominierung. Bitte beachten Sie hierfür den Leitfaden für die Nominierung von Kandidatinnen und Kandidaten.

Der vollständige Nominierungsvorschlag ist bis zum 10. Januar 2018 gesammelt als eine PDF-Datei einzureichen bei der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, z.Hd. Dr. Georg Düchs – per E-Mail an duechs@dpg-physik.de.

Über die Vergabe des Preises entscheidet eine Jury aus Experten der Lehre in den Naturwissenschaften und der Mathematik, aus Studierenden und Hochschulvertretern.

Kontakt

Dominique Ostrop
Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft
Bereich Programm und Förderung
Baedekerstr. 1
45128 Essen
T 0201 8401-162
E-Mail senden

 

Dr. Georg Düchs
Deutsche Physikalische Gesellschaft e.V.
Hauptstr. 5
53604 Bad Honnef
T 02224 9232-37
E-Mail senden

 

 

Die Initiatoren danken dem Fonds der Chemischen Industrie, der Fuchs Petrolub SE, der Sartorius AG, der SCHOTT AG und der Trumpf GmbH + Co. KG für die freundliche Unterstützung des Ars legendi-Fakultätenpreises Mathematik und Naturwissenschaften.