Ars legendi-Fakultätenpreis Mathematik und Naturwissenschaften

Der Stifterverband, die Deutsche Mathematiker-Vereinigung, die Deutsche Physikalische Gesellschaft, die Gesellschaft Deutscher Chemiker und der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland haben zum achten Mal die Auszeichnung für exzellente Hochschullehre in der Mathematik und den Naturwissenschaften vergeben.

Der Preis soll die besondere Bedeutung der Hochschullehre für die Ausbildung des Nachwuchses in der Mathematik und den Naturwissenschaften sichtbar machen und einen karrierewirksamen Anreiz schaffen, sich in der Hochschullehre zu engagieren und diese über den eigenen Wirkungsbereich hinaus zu fördern. Gleichzeitig soll die Qualität der Lehre als zentrales Gütekriterium für Hochschulen und strategisches Ziel des Qualitätsmanagements der Hochschulen stärker verankert werden.

Der Preis wird jährlich in den Kategorien Biowissenschaften, Chemie, Mathematik und Physik verliehen und ist mit jeweils 5.000 Euro dotiert. Er wird für herausragende, innovative und beispielgebende Leistungen in Lehre, Beratung und Betreuung verliehen, insbesondere für

  • die Entwicklung, Implementierung und Durchführung neuer Curricula oder curricularer Elemente (Module, Lehrveranstaltungen)
  • die Entwicklung und den erfolgreichen Einsatz von Lehr- und Lernmaterialien bzw. innovativer Lehr- und Prüfungsmethoden
  • die Entwicklung und Umsetzung neuartiger Beratungs- und Betreuungskonzepte für Studieninteressierte und Studierende
  • sonstige Maßnahmen zur Verbesserung von Studium und Lehre (zum Beispiel in der Qualitätssicherung)

 

Preisträgerinnen und Preisträger 2021

Die Auswahl der Preisträger traf eine Jury aus Studierenden und Lehrenden der einzelnen Fächer und Vertretern der Hochschuldidaktik. Sie sprach den Ars-legendi-Fakultätenpreis Mathematik und Naturwissenschaften 2021 folgenden Hochschullehrerinnen und Hochschullehrern zu:

Foto: Nina Heymann
Preisträgerin in der Kategorie Biologie: Dr. rer. nat. Katrin Meyer von der Georg-August-Universität Göttingen
Foto: Carsten Rogall
Preisträgerin in der Kategorie Chemie: Prof. Dr. Olalla Vázquez von der Philipps-Universität Marburg
Foto: Universität Passau
Preisträgerin in der Kategorie Mathematik: Prof. Dr. Brigitte Forster-Heinlein von der Universität Passau
Foto: Universität des Saarlandes, Presseabteilung
Preisträger in der Kategorie Physik: Dr. rer. nat. Christian Hoffmann von der Universität des Saarlandes
  • Kategorie Biologie: Dr. rer. nat. Katrin Meyer von der Fakultät für Forstwissenschaften und Waldökologie der Georg-August-Universität Göttingen konnte die Jury mit ihrem Konzept "Theorie erleben" überzeugen. Bereits vor der Corona-Pandemie hat sie ein attraktives Online-Lehrangebot entwickelt, das die – oft nur kursorisch behandelten – theoretischen Grundlagen der Ökologie ganz bewusst in den Mittelpunkt stellt. Ihre interaktiven "Theorie-Erlebnisse" vermitteln sowohl Methodenkompetenz als auch Fach- und Sozialkompetenzen. Die Jury zeigte sich von ihrem sehr interaktiven Ansatz, dem Meta-Team-Konzept und auch der Differenzierung der Aufgaben nach Leistungsniveaus beeindruckt.
     
  • Kategorie Chemie: Prof. Dr. Olalla Vázquez, Professorin für Chemische Biologie an der Philipps-Universität Marburg, gewann die Jury durch ein Lehrkonzept für sich, bei dem die realistische und umfassende Vermittlung des wissenschaftlichen Prozesses im Mittelpunkt steht. Mit Kursen, deren Inhalte und Gestaltung sich konsequent an der aktuellen Forschung orientieren, bereitet sie Studierende passgenau auf Tätigkeiten in der Forschung vor. Besonderen Wert legt sie dabei auf die Vermittlung breiter Methodenkenntnis, Präsentationserfahrungen, aktives Lernen und Eigenverantwortung.
     
  • Kategorie Mathematik: Prof. Dr. Brigitte Forster-Heinlein vom Lehrstuhl für Angewandte Mathematik der Universität Passau faszinierte die Jury durch den Aufbau eines Hands-On-Mathe-Museums. Dessen Exponate gehen auf Abschlussarbeiten von Mathematikstudierenden der Fakultät zurück, die damit nicht nur fachliche Kompetenz belegen, sondern auch kommunikative Fähigkeiten trainieren. Der Umstand, dass die Absolventinnen und Absolventen mit Schülerinnen und Schülern eng zusammenarbeiten sowie der Umstand, dass die eigene Abschlussarbeit dann öffentlich zugänglich sein wird, sorgt für zusätzliche Motivation bei den Studierenden.
     
  • Kategorie Physik: Dr. rer. nat. Christian Hoffmann von der Naturwissenschaftlich-Technischen Fakultät der Universität des Saarlandes beeindruckte die Jury mit seinen interdisziplinär angelegten Veranstaltungen für Studierende der Physik, Ingenieur- und Rechtswissenschaften. Er verbindet Theorie und Experiment in hervorragender Weise in vielfältigen Veranstaltungen, die sich durch Interaktivität auszeichnen. Neben einem hohen fachlichen Anspruch legt er in seiner Ausbildung Wert auf die Vermittlung von IT-Kompetenzen nach dem Grundsatz "Beherrschen statt bedienen".

Die Verleihung des Ars legendi-Fakultätenpreises Mathematik und Naturwissenschaften wird im Juni 2021 im Rahmen einer Online-Veranstaltung stattfinden. Da die Verleihung des Preises 2020 pandemiebedingt abgesagt werden musste, sollen auch die Preisträgerinnen und Preisträger des vergangenen Jahres bei der Online-Veranstaltung gewürdigt werden. Der Veranstaltungstermin wird rechtzeitig bekannt gegeben.

 

Kontakt

Dominique Ostrop
Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft
Bereich Programm und Förderung
Baedekerstr. 1
45128 Essen
T 0201 8401-162
E-Mail senden

 

Dr. Kerstin Elbing
Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin
in Deutschland (VBIO e.V.)
Luisenstraße 58/59
10117 Berlin
T 030 27891916
E-Mail senden

 

 

Die Initiatoren danken dem Fonds der Chemischen Industrie, der Sartorius AG und der Trumpf GmbH + Co. KG für die freundliche Unterstützung des Ars legendi-Fakultätenpreises Mathematik und Naturwissenschaften.