Gudula Merchert-Werhahn
ist Programmmanagerin im Stifterverband.
T 0201 8401-497
Zum dritten Mal haben der Stifterverband, der Forstliche Fakultätentag und der Fachbereichstag der forstlichen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften gemeinsam mit der Sattelmühle-Stiftung und der Eva Mayr-Stihl Stiftung eine Auszeichnung für exzellente Hochschullehre in den Wald- und Forstwissenschaften ausgelobt. Der Preis ist mit 15.000 Euro dotiert.
Der Preis soll die besondere Bedeutung der Hochschullehre für die Ausbildung des Nachwuchses in den forstlichen Studiengängen sichtbar machen und einen karrierewirksamen Anreiz schaffen, sich in der Hochschullehre zu engagieren und diese über den eigenen Wirkungsbereich hinaus zu fördern. Gleichzeitig soll die Qualität der Lehre als zentrales Gütekriterium und strategisches Ziel des Qualitätsmanagements der Hochschulen stärker verankert werden.
Die Auszeichnung wird an herausragende und innovative Lehrpersönlichkeiten an forstlichen Fakultäten und Fachbereichen in Deutschland für ihre außergewöhnliche, über den eigenen Standort hinaus sichtbar wirkende Leistung verliehen:
Dr. Susanne Bollmus wird für ihre langjährige, innovative und studierendenorientierte Lehre ausgezeichnet. Seit 2004 ist sie an der Fakultät für Forstwissenschaften und Waldökologie der Universität Göttingen tätig, seit 2020 als Lehrkraft für besondere Aufgaben. Sie verantwortet ein breites Lehrportfolio in Bachelor‑ und Masterstudiengängen in deutscher und englischer Sprache und prägt die Lehre insbesondere in den Bereichen Holzbiologie, Holztechnologie und Holzverwendung.
Die Jury würdigt mit der Auszeichnung eine Dozentin, die Lehre konsequent als lernprozessorientierte Aufgabe versteht. Susanne Bollmus verbindet fachliche Inhalte systematisch mit aktivierenden Lehrformaten, praxisnahen Exkursionen und digitalen Lehrangeboten. Ein zentraler Bestandteil ihrer Lehre ist die Förderung von Selbstorganisation, Lernstrategien und kritischem Denken – Fähigkeiten, die Studierende sowohl im Studium als auch im späteren Berufsleben benötigen.
Besonders hebt die Jury den reflektierten und kontinuierlichen Weiterentwicklungsansatz von Susanne Bollmus hervor. Sie nutzt Evaluationen und Feedbackformate konsequent zur Anpassung und Verbesserung ihrer Lehrveranstaltungen und integriert neue didaktische Konzepte wie Inverted‑Classroom‑Modelle, hybride Lehrformate und barrierearme Lernmaterialien. Auch der reflektierte Umgang mit neuen digitalen Werkzeugen, etwa Künstlicher Intelligenz, ist Bestandteil ihrer Lehre.
Darüber hinaus engagiert sich Susanne Bollmus intensiv in der Studiengangs‑ und Qualitätsentwicklung. Auf Fakultäts‑ und Universitätsebene wirkt sie in zahlreichen Gremien mit, unter anderem im Rahmen von Systemakkreditierungs‑ und Strategieprozessen zu Studium und Lehre. Damit leistet sie einen wichtigen Beitrag zur strukturellen Weiterentwicklung der Hochschullehre über ihre eigenen Lehrveranstaltungen hinaus.
Die Verleihung des Ars legendi-Fakultätenpreises Wald- und Forstwissenschaften findet am 5. Juni 2026 auf der Jahrestagung des Deutschen Forstvereins e.V. in Rostock statt. Ulrich Schraml, Präsident des Deutschen Forstvereins e.V., begrüßt es sehr, dass der Preis erstmalig in diesem Rahmen verliehen wird.
Interessierte Personen, die nicht bereits für die Jahrestagung des Deutschen Forstvereins e.V. angemeldet sind, aber gerne an der Preisverleihung teilnehmen möchten, können sich unter ars.legendi@stifterverband.de melden.
ist Programmmanagerin im Stifterverband.
T 0201 8401-497
ist Assistentin im Bereich "Programm und Förderung" beim Stifterverband.
T 0201 8401-370
Mit Paul Magdon von der HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen würdigt die Jury aus Fachvertreterinnen und Fachvertretern einen Hochschullehrer, der bereits in einem frühen Stadium seiner Laufbahn zentrale Impulse für eine moderne und praxisorientierte Lehre gesetzt hat.
Seit seiner Berufung 2022 hat Paul Magdon an der HAWK Göttingen die forstliche Lehre maßgeblich weiterentwickelt. Seine Lehrveranstaltungen verbinden aktuelle Themen wie Fernerkundung, Drohneneinsatz und KI-gestütztes Monitoring mit klarer didaktischer Struktur, Digitalisierung und vor allem mit starkem Praxisbezug.
Gleich nach seinem Wechsel an die HAWK gestaltete er die Reakkreditierung forstlicher Studiengänge mit. Inzwischen ist Paul Magdon verantwortlich für zehn Lehrmodule. Mit der Einführung innovativer Prüfungsformate – etwa der Kombination aus E-Klausuren und berufspraktischen Elementen – sowie dem Aufbau neuer Lehrinfrastrukturen wie eines Drohnenlabors leistet er hier einen wichtigen Beitrag zur Profilbildung der forstlichen Studiengänge. Auch seine internationalen Aktivitäten, darunter Austauschprogramme, Schulungen und Workshops für Studierenden, unterstreichen sein Engagement für eine zukunftsorientierte Lehre.
Die Jury hob besonders Paul Magdons reflektiertes Verständnis erfolgreicher Lernprozesse hervor. Seine Lehre orientiert sich an wissenschaftlichen Prinzipien wie Transparenz, Objektivität und Wiederholbarkeit und fördert zugleich Teamarbeit, kritisches Denken und interdisziplinäre Zusammenarbeit. Studierende, Kolleginnen und Kollegen und das Dekanat schätzen seine hohe Selbstreflexion, sein kontinuierliches Engagement und seine Begeisterung für die Lehre.
Die Preisverleihung fand am 2. Oktober 2025 auf der Forstwissenschaftliche Tagung (FowiTa) an der Universität Freiburg statt.
Professor Christian Zang von der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf wurde durch die Jury aus Fachvertreterinnen und Fachvertretern ausgewählt. Damit fiel die Wahl auf einen hervorragenden Hochschullehrer, der mit innovativer Lehre und besonderem Engagement für die Studierenden überzeugt, durch seinen progressiven Lehransatz aktuelle Forschungserfahrung direkt an die Studierenden weitergibt und mit seinem großen Engagement über die eigene Lehre hinaus wirkt.
Insbesondere Zangs Fähigkeiten im Bereich der Digitalisierung ermöglichen innovative Formen der interdisziplinären Lehre. Unterstützt durch diverse technische Innovationen, fördert er die Kompetenz der Studierenden in der Auswertung komplexer Daten nachhaltig. Die Integration von Daten und deren Auswertung in die Lehre hebt seine Ausbildung auf ein neues Niveau und besitzt eine hohe Strahlkraft auch für andere Fächer und das gesamte Curriculum am Standort.
Christian Zang gehört zu einem der forschungsstärksten Professoren an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf. Seine Forschungsergebnisse lässt er kontinuierlich in seine Lehre einfließen, gibt aktuelle Forschungserfahrungen direkt an die Studierenden weiter und ermöglicht so einen schnellen und unmittelbaren Wissenstransfer. Dies spiegelt sich in einer überzeugten Studierendenschaft wider, was beste Lehrbewertungen und eine hohe Beliebtheit als Betreuer von Abschlussarbeiten belegen.
Beeindruckend ist Professor Zangs außergewöhnliche Breite an Lehrveranstaltungen in verschiedenen Bachelor- und Masterstudiengängen, sowohl in englischer als auch in deutscher Sprache. Als Studiendekan des Studiengangs "Forstingenieurwesen" und des neu eingerichteten Studiengangs "Arboristik und urbanes Waldmanagement" wirkt er zudem über die eigenen Veranstaltungen hinaus.
Die Preisverleihung fand am 15. Oktober 2024 bei der Stiftung Sattelmühle auf dem Forstgut Sattelmühle statt.
Die Initiatoren des Ars legendi-Fakultätenpreises Wald- und Forstwissenschaften danken der Sattelmühle-Stiftung und der Eva Mayr-Stihl Stiftung für die freundliche Unterstützung.