Fast Forward Science

Zum siebten Mal haben Wissenschaft im Dialog und der Stifterverband gemeinsam Webvideos zu aktuellen Forschungsthemen ausgezeichnet. Partner im Jahr 2019 ist der FNR – Luxemburg National Research Fund. Der Deutsche Zukunftspreis ist zudem Partner der Wettbewerbskategorie Vision.

Bei dem mit insgesamt 20.000 Euro dotierten Webvideo-Wettbewerb haben Forscher, Schüler, wissenschaftsinteressierte Bürger, eingefleischte Sciencetuber und Kommunikationsprofis aus allen Disziplinen im Jahr 2019 insgesamt 120 Beiträge eingereicht. Der Jury wurde die Entscheidung nicht leicht gemacht, unter den Einreichungen die visionärsten, unterhaltsamsten und verständlichsten auszumachen. Das Publikum kürte aus 17 Finalisten die Preisträger der Community Awards.

In den unendlichen Weiten des Weltalls finden wir schwarze Löcher aber auch Asteroiden, von denen wir in Zukunft entweder Ressourcen abbauen könnten oder das Ende der Erde befürchten müssen. Doch wird wirklich ein Killerasteroid die Welt zerstören oder doch vielmehr der Klimawandel? Vielleicht können wir dem ja entgegenwirken, beispielswiese durch weniger Fleischkonsum oder Veganismus. Schließlich revolutioniert die Genschere gerade die Pflanzenzüchtung. Oder muss nur eine andere Proteinquelle her? Insektenburger bieten eine nachhaltige Alternative. Relevante wissenschaftliche wie gesellschaftliche Themen des Jahres 2019 finden sich in den Gewinnervideos wieder. Wie durch Social-Media-Beiträge auf das Bewegungsverhalten von Menschen geschlossen wird oder warum soziale Netzwerke nicht vor Einsamkeit schützen, wird von den Siegern ebenfalls thematisiert.

Wettbewerbssieger 2019

Kategorie: Substanz

Hier ging es um spannende Inhalte und interessante Forschung – dargestellt zum Beispiel als Kurz-Reportage, als Beschreibung eines Experiments oder als Wissenschaftlerporträt  Wichtig waren eine gründliche Recherche und objektive Darstellung. Auch wenn der Inhalt im Vordergrund steht, darf das Ganze natürlich auch ein bisschen Pep haben – schließlich geht es darum, Zuschauer von der Wissenschaft zu begeistern. Die drei Erstplatzierten in dieser Kategorie erhalten 3.000 Euro (1. Platz), 2.000 Euro (2. Platz) bzw. 1.000 Euro (3. Platz).

1. Platz: Fake Facts

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Semeur nimmt Chinas Beitrag zum globalen Klimawandel unter die Lupe und räumt ganz faktenbasiert mit falschen Vorurteilen auf.

2. Platz: Wie fotografiert man ein schwarzes Loch?

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Am 10. April 2019 wurde das allererste echte Bild eines schwarzen Lochs veröffentlicht. Was es zu bedeuten hat, erklärt Doktor Whatson.

3. Platz: Einsamkeit

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Jeder fühlt sich manchmal einsam. Warum ist das so und was können wir dagegen tun? Diesen Fragen geht Kurzgesagt – In a Nutshell nach.

Kategorie: Scitainment

Keine Lust auf öde Theorien und langweilige Formeln? Wissenschaft kann Spaß machen – in einem witzigen Webvideo. Egal, ob Comedy-Format, eine Soap Opera aus dem Labor oder der Vlog eines gestressten Wissenschaftlers. Kreativität und überraschende, lustige Auseinandersetzung mit Forschung waren gefragt. Auch wenn die Unterhaltsamkeit im Vordergrund steht, sollten die wissenschaftlichen Inhalte im Video natürlich fundiert sein. Die drei Erstplatzierten in dieser Kategorie erhalten 3.000 Euro (1. Platz), 2.000 Euro (2. Platz) bzw. 1.000 Euro (3. Platz).

1. Platz: Wie wahrscheinlich ist der Weltuntergang?

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Killerasteroiden, Atomkriege oder Pandemien: Marius Angeschrien untersucht Weltuntergangsszenarien auf ihren wissenschaftlichen Gehalt.

2. Platz: Kein Thema

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Kein Thema für ein Date beim Italiener ist, was Fleischkonsum ökologisch bedeutet, meint NiksDa in diesem Musikvideo.

3. Platz: Bewegungsprofile der Bevölkerung durch Social Media

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Wirtschaftsinformatiker Marcel untersucht, was sich aus den Daten, die Nutzer sozialer Netzwerke hinterlassen, alles herauslesen lässt.

Kategorie: Vision

Wie können Wissenschaft und Forschung unsere Zukunft mitgestalten? Welche neuen Kommunikationstechnologien könnten entstehen, welche Fortbewegungsmittel unsere Zukunft bestimmen? Welche Rolle spielt die fortschreitende Digitalisierung? Welche technologischen und gesellschaftlichen Entwicklungen haben das Potenzial, unser Leben positiv zu verändern? Die Jury legte hier besonderen Wert auf die Darstellung von Visionen und eine Einschätzung, inwieweit diese Ideen Anwendung finden können. Die drei Erstplatzierten in dieser Kategorie erhalten 3.000 Euro (1. Platz), 2.000 Euro (2. Platz) bzw. 1.000 Euro (3. Platz).

1. Platz: Asteroidenbergbau – Wie wird man eigentlich Billionär?

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Nach Gold- und Ölrausch sowie dem Tech-Hype der letzten Jahrzehnte bieten Asteroiden wahrscheinlich die nächste Möglichkeit, im wahrsten Sinne des Wortes "steinreich" zu werden, so der Raumzeit-Vlog.

2. Platz: CRISPR/Cas9 in der Pflanzenzüchtung

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Der Kanal erforschtCRISPR erklärt Funktion und Potenzial von Genomeditierung im Vergleich zur herkömmlichen Züchtung von Pflanzen.

3. Platz: Insekten auf dem Teller – Was halten wir von Novel Food?

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Wie steht es um die Akzeptanz neuartiger Lebensmittel wie Insekten-Burgern, In-Vitro-Fleisch oder anderen Fleischersatz-Angeboten, fragt das Video der Universität Osnabrück.

Community Award

Nicht alle Entscheidungen können von einer Jury getroffen werden – und deswegen gab es auch wieder den Community Award, in dem die Finalisten in einem Online-Voting gegeneinander antraten. Jedes "Mag-Ich" und jeder Kommentar für dieses Video auf YouTube zählten – Kommentare, die die Diskussion anregen, sogar doppelt. Das Preisgeld beträgt 1.000 Euro.

Sieger im Wettbewerb um den Community Award: Einsamkeit

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Jeder fühlt sich manchmal einsam. Warum ist das so und was können wir dagegen tun? Diesen Fragen geht Kurzgesagt – In a Nutshell nach.

Super Fast

Diese Challenge brachte in diesem Jahr eine neue Plattform ins Spiel. Innerhalb von 24 Stunden sollten eine Instagram-Story zu einem vorgegebenen Thema produziert werden. Es lautete: Hero. Die Sonderrunde fand am 18./19. Mai 2019 statt. Das Preisgeld beträgt 1.000 Euro.

Sieger im Sonderwettbewerb "Super Fast": Die Heldenreise von @Dannybanause

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Diese Instagram Story stellt das erzählerische Modell der Heldenreise vor, das als Grundlage für den dramaturgischen Aufbau einer Vielzahl von Hollywood-Produktionen dient. Das Video analysiert exemplarisch den ersten Star-Wars-Film aus dem Jahr 1977.

Kontakt

Marina Wirth

ist Projektmanagerin für Fast Forward Science
bei der Initiative "Wissenschaft im Dialog".

T 030 2062295-42

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