Forschung und Entwicklung in der Wirtschaft 2019

facts – Zahlen und Fakten aus der Wissenschaftsstatistik

Auf zwölf Seiten fassen die facts die zentralen Ergebnisse der im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung von der Wissenschaftsstatistik im Stifterverband durchgeführten Datenerhebung zu Forschung und Entwicklung (FuE) im Jahr 2019 zusammen.

 

Forschungsausgaben steigen im sechsten Jahr in Folge

Im Jahr vor der Pandemie setzte sich der Trend der vergangenen Jahre fort. Erneut stiegen sowohl die absoluten Ausgaben für Forschung und Entwicklung (FuE) als auch die Relation der FuE-Ausgaben zum Bruttoinlandsprodukt (BIP).

Im dritten Jahr, nachdem das Drei-Prozent-Ziel erreicht wurde, werden von allen Sektoren zusammen inzwischen 3,18 Prozent des BIPs für FuE aufgewendet. Der Weg zum 3,5-Prozent-Ziel1 wird also 2019 fortgesetzt. Für den erneuten Anstieg sind sowohl der Wirtschafts- als auch der Staatssektor verantwortlich. Im ersteren ist die BIP-Relation um 0,05 Prozentpunkte angestiegen und im letzteren um 0,02 Punkte.

In absoluten Zahlen wurden von der Wirtschaft damit insgesamt 75,8 Milliarden Euro 2019 intern für FuE aufgewendet. Hinzu kommen Ausgaben von 22,7 Milliarden Euro für externe Forschung. Beide Kennziffern sind Rekordwerte, womit sich der deutsche Innovationsstandort weiterhin positiv entwickelt hat. Neben der monetären Steigerung ist auch ein signifikantes Wachstum hinsichtlich des FuE-Personals zu beobachten. Inzwischen stellt der FuE-Bereich 475.676 Stellen (Vollzeitäquivalente) auf dem deutschen Arbeitsmarkt zur Verfügung. Dies entspricht einer Steigerung von mehr als 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit steigt auch das Beschäftigungsvolumen bereits im sechsten Jahr in Folge und erreicht in der Konsequenz ebenfalls ein neues Rekordniveau. In Summe waren 537.379 Personen im Wirtschaftssektor 2019 für Forschung und Entwicklung tätig.

Die Publikation ist im Mai 2021 erschienen.

Kontakt

Johannes Schmitt

ist wissenschaftlicher Referent in der Wissenschaftsstatistik des Stifterverbandes.

T 030 322982-532

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