Forschung und Entwicklung

Die Wissenschaftsstatistik des Stifterverbandes erhebt jedes Jahr die Zahlen zu Forschung und Entwicklung der Unternehmen und Institutionen für Gemeinschaftsforschung in Deutschland.

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Seit Mitte der 1970er-Jahre werden von der Wissenschaftsstatistik im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) Informationen über die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten (FuE) des Wirtschaftssektors in Deutschland erhoben.

Die Erhebung ist Teil der offiziellen EU-Gemeinschaftsstatistiken und fließt in nationale wie internationale Berichtssysteme ein.

Die FuE-Daten werden jährlich erhoben, wobei in den ungeraden Jahren eine Vollerhebung aller forschenden Unternehmen und Institute für Gemeinschaftsforschung (IfG) in Deutschland und in den geraden Jahren eine Stichprobenerhebung durchgeführt wird.

Kernindikatoren sind die internen und externen FuE-Aufwendungen der Wirtschaft nach Mittelverwendung und Finanzierungsquelle, das FuE-Personal nach Art der ausgeübten Tätigkeit und Geschlecht, die regionale Verteilung der Forschungsstätten, die Innovationstätigkeit der Wirtschaft sowie betriebswirtschaftliche Kennzahlen.

Im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) befragt die Wissenschaftsstatistik in den ungeraden Jahren alle forschenden Unternehmen (Vollerhebung). In den geraden Jahren wird eine Stichprobe erhoben (Kurzerhebung). Im FDZ Wissenschaftsstatistik sind die Mikrodaten über Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten (FuE) der deutschen Wirtschaft ab dem Jahr 1995 auf Unternehmensebene zu Forschungszwecken verfügbar.

 

5. Essener FuE-Workshop

Foto: Kabü

Diversität in FuE-Teams: Alle(s) gleich anders?
Das wissenschaftliche Personal für Forschung und Entwicklung kann vor allem mit den Begriffen männlich, deutsch und MINT beschrieben werden.  Eine verpasste Chance für die Innovationsfähigkeit der Unternehmen in Deutschland? Um diese Frage dreht sich der nächste FuE-Workshop, zu dem die Wissenschaftsstatistik des Stifterverbandes für den 6. September 2018 nach Essen einlädt.
Mehr Info & Anmeldung

 

Erhebung über Forschung und Entwicklung 2017

Im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) erhebt die Wissenschaftsstatistik des Stifterverbandes die Zahlen zu Forschung und Entwicklung der Unternehmen und Institutionen für Gemeinschaftsforschung in Deutschland.

Wie viel investiert die deutsche Wirtschaft in Forschung und Entwicklung (FuE) und damit in die Zukunftsfähigkeit unseres Landes? Diese Frage beantworten die Ergebnisse der FuE-Erhebungen. Am 11. April 2018 ist die Erhebung zu Forschung und Entwicklung (FuE) der Wirtschaft 2015 in Deutschland gestartet. Über 26.000 Unternehmen sind dazu aufgefordert, Ihre Tätigkeit im Bereich Forschung und Entwicklung in einem 16-seitigen Fragebogen (PDF) zu dokumentieren. Thematischer Schwerpunkt der FuE-Erhebung 2017 ist die Erfassung von FuE-Aktivitäten im Ausland.    

Die Teilnahme an der Erhebung ist von entscheidender Bedeutung für

  • die Erfassung von Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der Unternehmen in Deutschland,
  • die vergleichende Einordnung und Beurteilung der FuE-Aktivitäten von einzelnen Branchen und Regionen bis hin zur gesamten Volkswirtschaft sowie
  • die Entwicklung von Empfehlungen an die Politik für zukünftige Förderimpulse im Bereich Forschung und Entwicklung (FuE).

Die erhobenen FuE-Daten dienen der Bundesregierung als entscheidende Basis für die Weiterentwicklung ihrer Wirtschafts-, Innovations- und Technologiepolitik. Unternehmen, Wirtschaftsverbände und Forschungsinstitute nutzen unsere Ergebnisse, um Entscheidungen zu Forschungsstrategien und Entwicklungsprozessen auf einer fundierteren Grundlage zu treffen.

Die FuE-Erhebung folgt internationalen Standards der Europäischen Union und der OECD. Dementsprechend sind die Daten nach Branchen, Regionen oder Unternehmenstypen nicht nur national, sondern auch international vergleichbar. Sie sind ein zentraler Bestandteil der Berichterstattung Deutschlands zur technologischen und innovatorischen Leistungsfähigkeit im Inland sowie in der EU und in der OECD.

Das Engagement für Forschung und Entwicklung würdigt der Stifterverband mit dem Siegel "Innovativ durch Forschung".
 

Ergebnisse der FuE-Erhebung 2016

2016 investierte die deutsche Wirtschaft 62,8 Mrd. Euro für intern durchgeführte Forschung und experimentelle Entwicklung (FuE). Damit wuchsen die internen FuE-Aufwendungen der Unternehmen von 2015 auf 2016 um 3,1 Prozent. Das Forschungspersonal nahm für 2016 um etwa zwei Prozent zu und steigerte sich von 405.000 auf 413.000 FuE-Vollzeitäquivalente. Die FuE-Aufwendungen für Forschungsaufträge an externe Unternehmen oder öffentliche Forschungseinrichtungen gingen um 4,1 Prozent von 17 auf 16,3 Mrd. Euro zurück. Die FuE-Intensität, d.h. der Anteil der FuE-Ausgaben an der gesamtwirtschaftlichen Leistung, stieg damit von 2,92 in 2015 auf 2,94 Prozent (vorläufige Zahlen des Statistischen Bundesamtes zum Hochschul- und Staatssektor).

Für 2017 haben die Unternehmen eine Erhöhung ihrer FuE-Aufwendungen um 4,6 Prozent geplant. Diese Steigerung läge damit erneut über derjenigen des Bruttoinlandsproduktes, für das der Sachverständigenrat ein Wachstum von zwei Prozent prognostiziert. Getragen wird das FuE-Wachstum erneut vor allem von den Großunternehmen.

Frühere FuE-Erhebungen

Die Ergebnisse früherer FuE-Erhebungen finden Sie in den Ausgaben des FuE-Datenreports.
FuE-Datenreport 2007 bis 2013 zum Download

 

Kontakt

Dr. Verena Eckl

Geschäftsführerin
T 0201 8401-412
F 0201 8401-431

E-Mail senden

Ruth Hellmich

Projektmanagerin
T 0201 8401-410
F 0201 8401-431

E-Mail senden

Das gesamte Team der FuE-Erhebung

Julia Angenendt (Datenerfassung, -prüfung, -generierung; Forschungsdatenzentrum)
Nadine Dau (Datenerfassung, -prüfung, -generierung)
Dr. Verena Eckl (Projektleitung)
Dr. Barbara Grave (Wissenschaftliche Referentin)
Ruth Hellmich (Projektmanagement)
Prof. Dr. Andreas Kladroba (Internationales Berichtswesen)
Bernd Kreuels (Wissenschaftlicher Referent)
Bernhard Nagel (Referent EDV)
Tobias Plogmann (Datenerfassung, -prüfung, -generierung; Forschungsdatenzentrum)
Dr. Thu-Van Nguyen (stellv. Projektleitung; Leitung Forschungsdatenzentrum)
Angelika Weißburger (Datenerfassung, -prüfung, -generierung)

Wissenschaftlicher Beirat

Seit 2017 verfügt die FuE-Erhebung über einen eigenen wissenschaftlichen Beirat, der zu methodischen und inhaltlichen Aspekten hinsichtlich Konzeption und Durchführung der FuE-Erhebung sowie deren wissenschaftlicher Weiterentwicklung berät.

Die Mitglieder:

  • Ministerialdirigent Engelbert Beyer, Bundesministerium für Bildung und Forschung, Berlin
  • Prof. Dr. Dirk Czarnitzki, Katholische Universität Leuven
  • Prof. Dr. Alexander Gerybadze, Universität Hohenheim (Vorsitzender des Beirats)
  • Prof. Dr. Jutta Günther, Universität Bremen
  • Ministerialdirigent Dr. Ole Janssen, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Berlin
  • Dr. Georg Licht, ZEW Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH, Mannheim
  • Prof. Ph.D. Pierre Mohnen, MERIT University of Maastricht (Niederlande)
  • Prof. Dr. Ingrid Ott, Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Karlsruhe
  • Prof. Dr. Vivien Procher, Universität Wuppertal
  • Dr. Georg Thiel, Statistisches Bundesamt, Wiesbaden
  • Dr. Dr. Jörg Schüttrumpf, Biotest AG, Dreieich
  • Dr. Stefan Stangler, NORMA Group, Maintal
  • Dr. Thomas Weber, BASF SE, Ludwigshafen
  • Prof. Ph.D. Axel Werwatz, Technische Universität Berlin
  • Edward Ziarko, Belgische Wissenschaftspolitik, Brüssel