Forschung und Entwicklung

Die Wissenschaftsstatistik des Stifterverbandes erhebt jedes Jahr die Zahlen zu Forschung und Entwicklung der Unternehmen und Institutionen für Gemeinschaftsforschung in Deutschland. Die FuE-Erhebung 2016 ist jetzt gestartet.

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Seit Mitte der 1970er-Jahre werden von der Wissenschaftsstatistik im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) Informationen über die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten (FuE) des Wirtschaftssektors in Deutschland erhoben.

Die Erhebung ist Teil der offiziellen EU-Gemeinschaftsstatistiken und fließt in nationale wie internationale Berichtssysteme ein.

Die FuE-Daten werden jährlich erhoben, wobei in den ungeraden Jahren eine Vollerhebung aller forschenden Unternehmen und Institute für Gemeinschaftsforschung (IfG) in Deutschland und in den geraden Jahren eine Stichprobenerhebung durchgeführt wird.

Kernindikatoren sind die internen und externen FuE-Aufwendungen der Wirtschaft nach Mittelverwendung und Finanzierungsquelle, das FuE-Personal nach Art der ausgeübten Tätigkeit und Geschlecht, die regionale Verteilung der Forschungsstätten, die Innovationstätigkeit der Wirtschaft sowie betriebswirtschaftliche Kennzahlen.

Im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) befragt die Wissenschaftsstatistik in den ungeraden Jahren alle forschenden Unternehmen (Vollerhebung). In den geraden Jahren wird eine Stichprobe erhoben (Kurzerhebung). Im FDZ Wissenschaftsstatistik sind die Mikrodaten über Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten (FuE) der deutschen Wirtschaft ab dem Jahr 1995 auf Unternehmensebene zu Forschungszwecken verfügbar.

 

Erhebung über Forschung und Entwicklung der Wirtschaft in Deutschland

Wie viel investiert die deutsche Wirtschaft in Forschung und Entwicklung (FuE) und damit in die Zukunftsfähigkeit unseres Landes? Diese Frage soll die neue Erhebung wieder beantworten.

Am 6. April 2017 ist die aktuelle Stichprobenerhebung zu Forschung und Entwicklung (FuE) der Wirtschaft in Deutschland gestartet. Eine Auswahl von knapp 3.000 Unternehmen erhält in diesem Jahr einen Fragebogen, der sie nach ihrem Einsatz in Forschung und Entwicklung im Jahr 2016 sowie nach ihrer FuE-Planung für 2017 befragt.

Die Teilnahme an der Erhebung ist von entscheidender Bedeutung für

  • die Erfassung von Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der Unternehmen in Deutschland,
  • die vergleichende Einordnung und Beurteilung der FuE-Aktivitäten von einzelnen Branchen und Regionen bis hin zur gesamten Volkswirtschaft,
  • die Entwicklung von Empfehlungen an die Politik für zukünftige Förderimpulse im Bereich Forschung und Entwicklung (FuE).

Die erhobenen FuE-Daten dienen der Bundesregierung als entscheidende Basis für die Weiterentwicklung ihrer Wirtschafts-, Innovations- und Technologiepolitik. Unternehmen, Wirtschaftsverbände und Forschungsinstitute nutzen unsere Ergebnisse, um Entscheidungen zu Forschungsstrategien und Entwicklungsprozessen auf einer fundierteren Grundlage zu treffen.

Die FuE-Erhebung folgt internationalen Standards der Europäischen Union und der OECD. Dementsprechend sind die Daten nach Branchen, Regionen oder Unternehmenstypen nicht nur national, sondern auch international vergleichbar. Sie sind ein zentraler Bestandteil der Berichterstattung Deutschlands zur technologischen und innovatorischen Leistungsfähigkeit im Inland sowie in der EU und in der OECD.

 

 

Forschungsausgaben in Deutschland: Drei-Prozent-Ziel ist erreicht

Es ist das stärkste Wachstum seit Beginn der Erhebung: 62,4 Milliarden Euro haben die deutschen Unternehmen im Jahr 2015 in eigene Forschung und Entwicklung (FuE) investiert. Das sind 9,5 Prozent mehr als im Vorjahr, heißt es in der aktuellen FuE-Erhebung des Stifterverbandes. Das Drei-Prozent-Ziel der Bundesregierung ist damit erreicht. Einen weiteren Rekord gab es beim Forschungspersonal: Auf Vollzeitstellen umgerechnet gab es 416.000 Beschäftigte in den Forschungsabteilungen der Wirtschaft, das ist eine Steigerung von 11,9 Prozent.

Pressemitteilung vom 12. Dezember 2016

Illustration: Mindprojection/Michael Krause

Der neue Rekord bei den Forschungsausgaben der Wirtschaft zeigt nach Meinung von Gero Stenke, Leiter der Wissenschaftsstatistik im Stifterverband, vor allem zweierlei: die steigende Dominanz der Automobilindustrie und den Innovationsdruck, der die Branche antreibt.
Beitrag im MERTON-Magazin vom 3. Januar 2017

 

 

Frühere FuE-Erhebungen

Die Ergebnisse früherer FuE-Erhebungen finden Sie in den Ausgaben des FuE-Datenreports.
FuE-Datenreport 2007 bis 2013 zum Download

 

Kontakt

Dr. Verena Eckl

Projektleiterin
T 0201 8401-412
F 0201 8401-431

E-Mail senden

Ruth Hellmich

Projektmanagerin
T 0201 8401-410
F 0201 8401-431

E-Mail senden

Das gesamte Team der FuE-Erhebung

Nadine Dau (Datenerfassung, -prüfung, -generierung)
Dr. Verena Eckl (Projektleitung)
Dr. Barbara Grave (Forschungsdatenzentrum)
Ruth Hellmich (Projektmanagement)
Prof. Dr. Andreas Kladroba (Internationales Berichtswesen)
Bernd Kreuels (Wissenschaftlicher Referent)
Anja Kronenberg (Datenerfassung, -prüfung, -generierung)
Bernhard Nagel (Referent EDV)
Dr. Thu-Van Nguyen (stellv. Projektleitung)
Dr. Julia Schneider (Wissenschaftliche Referentin)
Angelika Weißburger (Datenerfassung, -prüfung, -generierung)