Study & Work

Regionale Netzwerke zur Bindung von internationalen Studierenden
Ergebnisse und Handlungsempfehlungen aus zehn Modellprojekten

Gut ausgebildete und qualifizierte Fachkräfte bilden gerade in einer so wissens- und technologieintensiven Volkswirtschaft wie Deutschland die Grundlage für wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und gesellschaftlichen Wohlstand.

Vielerorts kann jedoch bereits heute der spezifische Fachkräftebedarf nicht mehr adäquat gedeckt werden. In besonders vom demografischen Wandel betroffenen Regionen wie beispielsweise den ostdeutschen Bundesländern kommt es entscheidend darauf an, zusätzliche Potenziale für den Arbeitsmarkt zu erschließen.

Es gilt daher zum einen, das inländische Arbeitskräftepotenzial auszuschöpfen. Zum anderen muss man noch attraktiver für qualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland werden und optimal auf diese eingehen, sie ausbilden und integrieren.

Den Hochschulen kommt hierbei häufig eine Schlüsselrolle zu, da sie Anziehungspunkt und Ausbildungsstätte für jungen und gut qualifizierten Nachwuchs aus dem In- und Ausland sind. Die Zahl internationaler Studierender an deutschen Hochschulen nimmt seit einigen Jahren stetig zu. Viele dieser Studierenden können sich gut vorstellen, nach ihrem Abschluss zeitweise oder auch langfristig in Deutschland zu leben und zu arbeiten. Nicht wenige sehen sich aber auf dem Weg dahin mit erheblichen Schwierigkeiten konfrontiert.

Mit der Initiative "Study & Work – Regionale Netzwerke zur Bindung von internationalen Studierenden" haben die Ostbeauftragte der Bundesregierung und der Stifterverband es sich deshalb zum Ziel gesetzt, modellhaft zehn regionale Netzwerke dabei zu unterstützen, internationale Studierende und Absolventen an deutschen Hochschulen erfolgreich durch das Studium zu führen, sie sozial und kulturell in die Gesellschaft zu integrieren und ihnen beim Berufseinstieg in der Region Hilfestellung zu leisten.

Zentrale Handlungsfelder waren dabei neben Beratung und Qualifizierung die Vermittlung von Kenntnissen über den deutschen Arbeitsmarkt und die dort geltenden Regeln. Ein Schwerpunkt lag auf der Herstellung von Kontakten zu potenziellen Arbeitgebern und insbesondere zu kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie auf der Einbindung der Studierenden in das gesellschaftliche Leben vor Ort.

Dabei geht es immer auch darum, die Zusammenarbeit regionaler Akteure aus Hochschule, Wirtschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft zu verbessern. Wenn soziale Integration einerseits und die Sicherung einer ausreichenden Fachkräftebasis andererseits gelingen sollen, sind die Kompetenzen und die Kooperation vieler Stellen und Akteure gefragt.

Dies gilt umso mehr, als zunehmend Menschen ein Studium bei uns beginnen, die zunächst als Geflüchtete gekommen sind. Ansätze und Netzwerke wie bei "Study & Work", die positive Erfahrungen vermitteln und gute Beispiele zur Integration aufzeigen können, werden daher künftig an Bedeutung gewinnen.

 

Aus dem Inhalt

Diese Broschüre enthält die zentralen Handlungsfelder und Schlussfolgerungen aus der Initiative "Study & Work" und die zahlreichen Maßnahmen und Ergebnisse der Arbeit der zehn Netzwerke.

  • Die Projekte der Initiative "Study & Work": Projektregionen, Projekthochschulen, Projektaufstellung
  • Internationale Studierende und der Arbeitsmarkteinstieg
  • Hochschulinterne Vernetzung für erfolgreiche regionale Netzwerke
  • Hochschulexterne Vernetzung zum Nutzen der Region
  • Unternehmen in regionalen Netzwerken
  • Gesellschaftliche Integration
  • Toolbox und Projektblätter

 

Bibliografische Angaben

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und Stifterverband (Hrsg.):
Study & Work – Regionale Netzwerke zur Bindung von internationalen Studierenden
Berlin 2017
92 Seiten

Kontakt

Annett Dauchert

ist wissenschaftliche Referentin/Programmmanagerin im Bereich "Programm und Förderung".

Derzeit in Mutterschutz/Elternzeit

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