Online-Sprechstunde
Am 1. April 2026 um 15:00 Uhr bietet das Projektteam eine offene Online-Sprechstunde für Rückfragen an.
Impulse für ein zukunftsfähiges und attraktives MINT-Studium
Fellowship-Programm des Stifterverbandes und der Ernst-Hellmut-Vits-Stiftung für junge Nachwuchsforschende im Rahmen der Zukunftsmission Bildung
Wie gelingt es, junge Menschen für ein MINT-Studium zu begeistern – und sie erfolgreich bis zum Abschluss zu begleiten? Mit den MINT Future Scouts möchte der Stifterverband, gefördert durch die Ernst-Hellmut-Vits-Stiftung, die Impulse junger Menschen aufgreifen, um strukturelle Veränderungen in der MINT-Bildung an Hochschulen anzustoßen. Future Scouts ist ein Fellowship-Programm, das im Rahmen der Zukunftsmission Bildung studentische Zukunftsimpulse für die Hochschule von morgen setzt.
Angesichts stetig sinkender Studierendenzahlen und anhaltend hoher Abbruchquoten in vielen MINT-Fächern, insbesondere in den Ingenieurwissenschaften, stellt sich die Frage, wie ein zukunftsfähiges und attraktives MINT-Studium gestaltet werden kann, dringlicher denn je. Gleichzeitig fehlen dem Arbeitsmarkt rund 164.000 qualifizierte MINT-Fachkräfte, wie aktuelle Zahlen aus dem MINT-Frühjahrsreport 2025 zeigen – eine Entwicklung, die langfristig Wohlstand, Innovationsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands gefährdet. Die Gründe dafür sind vielfältig: MINT-Fächer gelten als schwierig und zu theoretisch, Studierende beklagen immer wieder den unzureichenden Praxisbezug. Insbesondere Frauen fühlen sich den MINT-Fächern oft nicht ausreichend zugehörig. Es braucht neue, inspirierende Perspektiven und Impulse – vor allem aus der Sicht derjenigen, die morgen die Zukunft gestalten.
Das Programm bringt Analysen und Ideen engagierter Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler zur Lösung zentraler Herausforderungen des MINT-Studiums in die aktuelle Debatte ein. Innerhalb eines der drei unten beschriebenen Themenfelder untersuchen die MINT Future Scouts internationale Trends und Entwicklungen im Hochschulkontext. Dabei identifizieren sie Beispiele guter Praxis und bereiten diese hinsichtlich ihrer Relevanz und Anschlussfähigkeit für die MINT-Bildung an deutschen Hochschulen auf.
Durch die Verortung des Programms in der Zukunftsmission Bildung steht den ausgewählten MINT Future Scouts ein starkes Netzwerk aus Wirtschaft, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Politik unterstützend zur Verfügung. Dies bietet ihnen nicht nur die einzigartige Möglichkeit, durch eigene Beiträge praxisorientierte Innovationen im MINT-Studium anzustoßen, sondern auch ihre akademischen Profile zu schärfen und ihr Netzwerk wirkungsvoll auszubauen.
Gesucht sind fortgeschrittene Masterstudierende und Promovierende, die
Es handelt sich um eine bundesweite Ausschreibung. Die fördernde Ernst-Hellmut-Vits-Stiftung freut sich über Bewerberinnen und Bewerber mit Studienstandort oder persönlichem Bezug zu den ostdeutschen Bundesländern.
Die Themensetzung innerhalb der "MINT Future Scouts"-Programms ergibt sich aus zentralen Herausforderungen der MINT-Studienfächer im deutschen Hochschulsystem.
Die MINT Future Scouts sollen zu einem der drei folgenden Zukunftsthemen explorativ arbeiten:
Bundesweite und internationale Konferenzen, Berichte und Reports zu Trends und (Bildungs-)Innovationen bieten ein enormes Inspirations- und Unterstützungspotenzial für Hochschulen und deren zukunftsorientierte Weiterentwicklung. Um Zukunftsdiskussionen und potenzielle Veränderungshebel vor dem Hintergrund gesellschaftlicher und technologischer Entwicklungen sowie sich verändernder Bildungsanforderungen in den MINT-Fächern einordnen zu können, ist ein exploratives Mapping im tertiären Bildungsbereich besonders wertvoll. Exemplarische Leitfragen für eine Annäherung könnten sein: Wer spricht eigentlich über Zukünfte der hochschulischen MINT-Bildung? Welche Netzwerke, Konferenzen und Berichte existieren? Und was verbindet oder unterscheidet sie in ihrer Betrachtung von Hochschulinnovationen? Welche Arten von Zukünften werden diskutiert – und welche nicht?
Wie müssen Studienangebote gestaltet sein, damit sie Menschen über verschiedene Lebensphasen hinweg begleiten und zur aktiven Mitgestaltung von Wirtschaft und Gesellschaft befähigen? Die MINT Future Scouts untersuchen (inter-)nationale Ansätze zur Flexibilisierung, Modularisierung und Personalisierung der Hochschulbildung im MINT-Bereich. Sie analysieren Modelle für lebenslanges Lernen, Micro-Credentials sowie neue Partnerschaften zwischen Hochschulen, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Ziel ist es, Gestaltungsansätze zu identifizieren, mit denen junge Menschen kontinuierlich begleitet und motiviert werden, um sie zu kompetenten MINT-Fachkräften für den sich wandelnden Arbeitsmarkt auszubilden.
Wie denken internationale Akteurinnen und Akteure über die Zukunft der Hochschulbildung in den MINT-Fächern? Welche strategischen Entwicklungswege lassen sich daraus für den deutschsprachigen Raum ableiten? Die MINT Future Scouts analysieren internationale Beispiele guter Praxis sowie innovative Lehrkonzepte in MINT-Studiengängen und übersetzen diese in strategische Impulse für die Weiterentwicklung des deutschen Hochschulsystems. Sie untersuchen globale Foresight-Prozesse, Zukunftsszenarien und strategische Studien relevanter Bildungs-, Innovations- und Gesellschaftsakteure.
Die MINT Future Scouts erhalten nach Abstimmung mit dem Projektteam zu ihrem Vorhaben, den Wirkzielen und dem Zeitplan über einen Zeitraum von zwölf Monaten eine finanzielle Förderung in Höhe von je 5.000 Euro.
Das Projektteam organisiert Vernetzungs- und Austauschtreffen der Scouts und unterstützt die MINT Future Scouts zudem durch den Zugang zu relevanten Expertinnen und Experten sowie zu Netzwerken. Der Förderzeitraum ist dafür in vier ineinandergreifende Programmmodule strukturiert:
Ein verbindlicher Kick-off-Workshop wird vom 16. bis zum 18. Juni 2026 in Berlin stattfinden.
Um sicherzustellen, dass die Arbeit und Erkenntnisse der MINT Future Scouts Diskurse anstoßen und aktiv mitprägen, haben sich folgende Ergebnisse und Produkte bewährt:
Das sollten die Bewerberinnen und Bewerber mitbringen:
Anforderungen an die Vorhaben der MINT Future Scouts:
Bewerben können sich studentische Nachwuchsforschende mit einer konkreten Idee für ein Vorhaben, das an ein bestenfalls bereits laufendes Forschungs- oder Studienreformprojekt anknüpft.
Die Bewerbung sollte folgendes skizzieren:
Alle Ergebnisse und Produkte, die im Rahmen der Fellowships entwickelt werden, werden unter eine offene Lizenz gestellt und frei zugänglich gemacht (Open Access).
Interessierte können sich bewerben mit
● einem Motivationsschreiben,
● einer Kurzbeschreibung ihres Vorhabens und
● einem tabellarischen Lebenslauf,
zusammengefasst in einer PDF-Datei.
Die Bewerbung ist per E-Mail einzureichen:
E-Mail-Vorlage
Bewerbungsschluss: 30. April 2026.
Mit dem Absenden der E-Mail stimmen Sie der Verarbeitung Ihrer Daten durch den Stifterverband zu. Im Falle einer Förderung stimmen Sie der Verwendung Ihres Fotos sowie Ihrer Kurzbeschreibung für die Öffentlichkeitsarbeit des Stifterverbandes zu.
Zudem sagen Sie verbindlich Ihre Teilnahme am Kick-off-Workshop in Berlin vom 16. bis 18. Juni 2026 in Berlin zu.