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Wie international soll MINT sein?

13.10.2016 - Berlin

Globale Talente – interkulturelle Kompetenzen
Konferenz im Rahmen des MINTernational-Förderprogramms

Der internationale Austausch von Wissen und Forschern sowie Lehrenden und Lernenden beflügelt den wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn. Die Gewinnung von Forschern und Studierenden aus dem Ausland stärkt den Innovations- und Wirtschaftsstandort Deutschland. Viele Hochschulen haben deshalb bereits Strategien zur Internationalisierung auf den Weg gebracht. Die naturwissenschaftlichen und technischen Fächer (MINT) sollten zentraler Bestandteil der internationalen Aktivitäten von Hochschulen sein. Denn ihre Forschungsfragen lassen sich meist nur im internationalen Kontext behandeln. In der Wirtschaft finden sich deren Absolventen besonders häufig in Branchen wieder, die stark auf globale Märkte ausgerichtet sind.

Seit 2013 fördern deshalb der Stifterverband, der Daimler-Fonds und die Daimler und Benz Stiftung die Internationalisierung der MINT-Fächer. Bisher sind Hochschulen in drei Förderrunden für ihre beispielhaften Projekte ausgezeichnet worden. Die Konferenz gewährte Einblicke in die ausgezeichneten Praxisbeispiele und lädt zum fachlichen Austausch ein. Die Veranstaltung gab gleichzeitig Impulse aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft für neue Wege der Internationalisierung des Studiums für eine digitale und globalisierte Arbeitswelt 4.0.

13. Oktober 2016, 10:00 bis 17:00 Uhr
Besondere Orte Umweltforum
Pufendorfstr. 11, 10249 Berlin

10:00 Uhr
Akkreditierung

10:30 Uhr
Begrüßung und Einführung
Jan-Martin Wiarda, Wissenschaftsjournalist

10:35 Uhr
Keynote: Digital und international – Zur Zukunft von Lehre und Forschung in den MINT-Fächern
Prof. Matthias Kleiner, Präsident Leibniz-Gemeinschaft

10:55 Uhr
Videobotschaft: Wie wir mit internationalen Talenten gut fahren
Dr. Dieter Zetsche, Vorsitzender des Vorstandes der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars

11:00 Uhr
Tischgespräche: Warum wir eine Internationalisierung der MINT-Fächer brauchen
Mit den Förderpartnern des Wettbewerbs MINTernational, den nominierten Hochschulen des Best Performance Prize und jungen internationalen MINT-Talenten

11:45 Uhr
Verleihung des Best Performance Prize und Praxis International

12:00 Uhr
Präsentation: Wie MINT international gelingt – Vorstellung eines Instrumentenkastens
Vertreter des Benchmarking Clubs MINTernational
PDF-Download der Präsentation

12:30 Uhr
Mittagspause

13:30 Uhr
Parallele Workshops der MINTernational-Preisträger
A. Virtuell, Praktisch, International – Innovative Lehr-/Lernformate für die internationale Hochschule
B. MINTernationalisierung in deutschen Unternehmen
C. Projekte und Maßnahmen entlang des Student Life Cycle als Erfolgsfaktoren im internationalen MINT-Studium
D. ING-International – Ingenieurausbildung transnational, digital und fachspezifisch gestalten

15:00 Uhr
Kaffeepause

15:30 Uhr
Podiumsdiskussion: Güterexport – Talentimport? Wie verändert sich die Internationalisierung im digitalen Zeitalter?
Dr. Enno Aufderheide, Alexander von Humboldt-Stiftung
Peter Greisler, Bundesministerium für Bildung und Forschung
Prof. Dr. Karin Luckey, Hochschule Bremen
Dr. Bernhard Rohleder, BITKOM e.V.

17:00 Uhr
Ende der Veranstaltung

 
Gesamtmoderation: Jan-Martin Wiarda, Wissenschaftsjournalist

Videobotschaft von Dieter Zetsche: Wie wir mit internationalen Talenten gut fahren

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Details zu den Workshops

A: Virtuell, Praktisch, International – Innovative Lehr-/Lernformate für die internationale Hochschule

Initiatoren: TU Bergakademie Freiberg und Universität Paderborn
Im Rahmen des Workshops werden zwei praxisorientierte Ansätze virtueller Lehre zur Internationalisierung der Hochschulausbildung im MINT-Bereich vorgestellt. Der Schwerpunkt liegt auf der Förderung und Aktivierung internationaler Studierender. Hierzu wird einerseits ein Online-Angebot in Form eines Wikis und andererseits eine Summer School mit kollaborativer Fallstudienarbeit eingeführt.

B: MINTernationalisierung in deutschen Unternehmen

Initiatoren: Universität Kassel und SRH Heidelberg
Internationale Studierende bringen eine andere Kultur in Unternehmen und bereichern diese durch ihre Diversität. Wie können diese Studierende verstärkt in deutsche Unternehmen vermittelt – und gehalten werden? In diesem Workshop werden zwei Projekte vorgestellt, bearbeitet und diskutiert.

C: Projekte und Maßnahmen entlang des Student Life Cycle als Erfolgsfaktoren im internationalen MINT-Studium

Initiatoren: Hochschule Würzburg-Schweinfurt und der Universität Bremen
Im Rahmen des Workshops werden Projekte und Maßnahmen von der Rekrutierung bis zum Übergang in den Beruf vorgestellt. Mit Fachbereichsvertretern und internationalen Studierenden werden an Hand ausgewählter Best Practice Beispiele Chancen, Risiken sowie Erfolgsfaktoren in den vier Phasen des Student Life Cycle (Rekrutierung, Studieneingang, Studium und Studienausgang) diskutiert.

D: ING-International – Ingenieurausbildung transnational, digital und fachspezifisch gestalten

Initiatoren: TU Dresden (MOOC@TU9) und TU Dortmund
In diesem Workshop sollen Chancen und Herausforderungen der digitalen Medien (zum Beispiel MOOCs) für die Gestaltung und Organisation von Lehre vorgestellt und diskutiert werden. Neben Fragen zur Entwicklung interkultureller Kompetenz und der curricularen Integration soll auch das Thema der Anerkennung online erbrachter Studienleistung behandelt werden. Der Workshop sucht nach Lösungsoptionen, wie Hochschulen die Internationalisierung, insbesondere der Ingenieurausbildung, in ihre Entwicklungsprozesse aufnehmen können.
Präsentation zu MOOC@TU9 (PDF)

Kontakt

Romy Höftmann

ist Assistentin im Bereich "Programm und Förderung" im Hauptstadtbüro des Stifterverbandes.

T 030 322982-526
F 030 322982-515

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