Data Literacy Education.NRW

Mit diesem Förderprogramm möchten das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und die Digitale Hochschule Nordrhein-Westfalen im Rahmen der landesweiten Digitalisierungsoffensive einen Beitrag dazu leisten, den Erwerb von Data Literacy für Studierende aller Fächer an den staatlichen Kunsthochschulen sowie den staatlichen Universitäten und Fachhochschulen in Nordrhein-Westfalen zu etablieren.

Bewerbungsschluss war der 20. September 2019.

Data Literacy ist eine grundlegende Kompetenz, um in der digitalen Welt in Wissenschaft, Arbeitswelt und Gesellschaft bestehen und teilhaben zu können. Data Literacy ist die Fähigkeit, planvoll mit Daten umzugehen und sie im jeweiligen Kontext bewusst einsetzen und hinterfragen zu können. Dazu gehört: Daten zu erfassen, erkunden, managen, kuratieren, analysieren, visualisieren, interpretieren, kontextualisieren, beurteilen und anzuwenden.

Die Hochschulen adressieren den Erwerb von Data Literacy und fachspezifischen Datenkompetenzen bisher noch nicht in der Breite. Während bereits eine Reihe spezialisierter Data-Science-Studienangebote im Umfeld der klassischen Fächer Informatik, Mathematik und Statistik entstanden sind und entstehen, fehlt es noch an Konzepten und Angeboten für den umfassenden Erwerb von Data literacy Kompetenzen von Studierenden aller Fächer.

 

Ausschreibung

Für diese Ausschreibung wird das Konzept des deutschlandweiten Förderprogramms Data Literacy Education von Heinz Nixdorf Stiftung und Stifterverband unter Berücksichtigung landesspezifischer Rahmenbedingungen auf das Hochschulsystem in Nordrhein-Westfalen transferiert.

  • Alle staatlichen Kunsthochschulen sowie die Universitäten und Fachhochschulen in der Trägerschaft des Landes Nordrhein-Westfalen waren eingeladen, sich mit ihren Lehr- und Lernkonzepten zu bewerben.
  • Es werden bis zu zwölf Hochschulen mit einem Gesamtfördervolumen von bis zu drei Millionen Euro gefördert. Das Fördervolumen je Hochschule staffelt sich nach Hochschulgröße: von 100.000 bis zu 300.000 Euro je Hochschule für die gesamte Laufzeit von drei Jahren.
  • Das Förderprogramm ist auf eine Dauer von drei Jahren angelegt. Die Förderung kann ab 1. Januar 2020 beginnen.
  • Den geförderten Hochschulen steht es zudem offen, Teil des bundesweiten Data Literacy Education Netzwerks zu werden.

Die geförderten Lehr- und Lernkonzepte sollen mindestens die Bachelor- und Staatsexamensstudiengänge adressieren und für Studierende aller Fächer angeboten werden oder zumindest auf eine fakultätsübergreifende Fächergruppe ausgerichtet sein. Konzepte, die sich auf einzelne Studiengänge oder – in Hochschulen mit mehreren Fakultäten – auf eine einzelne Fakultät beschränken, sind nicht förderfähig. Das gleiche gilt für Promotionsstudiengänge. Die Konzepte sollen nachhaltig und mehrjährig in der Durchführung angelegt sein. Es wird erwartet, dass die geförderten Lehrund Lernkonzepte curricular eingebunden werden.

Die Implementierung von Data Literacy in die Curricula und ihre Vermittlung erfordert die Kollaboration der Lehrenden untereinander und eine fach- wie hochschulübergreifende Zusammenarbeit. Daher sind hochschulübergreifende Kooperationen – auch in Teilaspekten des Vorhabens (zum Beispiel ein grundlegendes modulares E-Learning-Kursangebot) – besonders erwünscht. Dabei ist es erstrebenswert, dass die Hochschulen zeigen, wie das E-Learning Angebot in die Lehre integriert werden soll (blended learning Konzept). Die Lehr- und Lernformate müssen der Kompetenz entsprechend gestaltet sein. Sie müssen digitale Methoden, Werkzeuge und Ressourcen einsetzen sowie projektbasiertes, praktisches Lernen an echten Datenbeständen vorsehen. Alle im Rahmen dieser Ausschreibung entstehenden Lehr- und Lernformate müssen mindestens unter der Lizenz CC BY-SA 4.0 DE veröffentlicht werden. OER-Materialien und digitale Lernangebote müssen darüber hinaus in das landesweite Onlineportal für Studium und Lehre in NRW (heureka.nrw) eingestellt werden.

Darüber hinaus lädt der Stifterverband die geförderten Projekte ein, an seinem bundesweiten Netzwerk Data Literacy Education teilzunehmen und sich dort mit weiteren ausgewählten Hochschulen bundesweit exklusiv auszutauschen.

 

Kriterien

Für die Auswahl der Anträge legt die Jury insbesondere folgende Kriterien zugrunde:

  • Qualität und Originalität des Lehr-und Lernkonzepts
  • Curriculare Einbindung des Lehr-und Lernkonzepts 
  • Institutionelle Breitenwirkung des Projekts
  • Bedarfsorientierung
  • Strukturen und Prozesse zur fakultätsübergreifenden nachhaltigen Etablierung des Lehr-und Lernkonzepts
  • Entwicklung und Einbindung digitaler Lehr-und Lernformate
  • Expertise und Zusammensetzung des Projektteams

Die eingereichten Anträge werden in einem einstufigen Verfahren durch eine Jury mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft und Wirtschaft bewertet und ausgewählt. Bei der Auswahl der Hochschulen wird besonders auch Wert auf eine Vielfalt an Hochschultypen und strategischen Herausforderungen gelegt.

 

Kontakt

Johanna Ebeling

ist Programmmanagerin im Bereich "Programm und Förderung".

T 030 322982-318
F 030 322982-515

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