Erfolgsmessung von Transfer und Kooperation an Hochschulen

Diskussionspapier
Ausgabe 02

  • Die zunehmende Relevanz von Transfer und Kooperation rückt dieses Handlungsfeld in den Fokus von Profilbildung und Hochschulentwicklung. 
  • Die Darstellung von Erfolgen und Effekten der Transfer- und Kooperationsaktivitäten für die Weiterentwicklung der Hochschule wird wichtiger. 
  • Aus der vorliegenden Ideensammlung von Indikatoren können Hochschulen – abhängig von ihrem Profil und entsprechend ihrer strategischen Ausrichtung und Ziele – die geeigneten Indikatoren hochschulindividuell zusammenstellen und gewichten. 
  • Die Transferziele und -aktivitäten unterscheiden sich je nach Hochschultyp. Die gesamte Bandbreite der Hochschullandschaft – Universitäten, Hochschulen für Angewandte Wissenschaften bis hin zu Kunst- und Musikhochschulen – wird sich in den dargestellten Formaten nicht vollständig wiederfinden können. 
  • Das Diskussionspapier fokussiert neben dem Input vor allem den Output. Dies ist ein erster Schritt, um sich dem Outcome und Impact anzunähern.

Hochschulen arbeiten in Forschung und Lehre auf vielfältige Weise mit Partnern aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zusammen. Transfer und Kooperation sind damit zu einem Querschnittsthema der Hochschulentwicklung geworden und tragen zur Profilbildung bei. Diese Entwicklung aufgreifend unterstützt der Stifterverband mit dem Transfer-Audit Hochschulen bei der strategischen Weiterentwicklung dieses Handlungsfeldes. Seit 2015 haben mehr als 40 Universitäten und Fachhochschulen am Transfer-Audit teilgenommen. Strategische Ziele, Studien- und Forschungsprofile sowie die Einbettung in regionale Innovationssysteme unterscheiden sich an diesen Hochschulen. Die Entwicklung einer geeigneten Indikatorik zur Erfolgsmessung und Steuerung in Transfer und Kooperation kann jedoch als eine gemeinsame zentrale Herausforderung identifiziert werden. Nahezu alle Hochschulen, die am Transfer-Audit-Verfahren teilgenommenen haben, stehen gegenwärtig vor der Aufgabe, ihre vielfältigen Transfer- und Kooperationsaktivitäten in einem Gesamtbild darzustellen und geeignete Kriterien für die Bewertung und Steuerung zu finden.

Für den klassischen Wissens- und Technologietransfer existieren einige etablierte Indikatoren, die weiterentwickelt werden müssen. Die Darstellung von Kooperationsaktivitäten mit Partnern aus Politik und Zivilgesellschaft ist aktuell weniger etabliert. Die Darstellung von Transfer- und Kooperationserfolgen gewinnt an Bedeutung für die interne Steuerung, für die Weiterentwicklung der Hochschulen und für die Außendarstellung und Profilbildung. Hier setzt das im Oktober 2019 veröffentlichte Diskussionspapier an.

Das Diskussionspapier ist ein Angebot an alle Hochschulen, die ihre Erfolge im Handlungsfeld "Transfer und Kooperation" nach innen und außen darstellen wollen. Es liefert Hochschulleitungen und Transferakteuren Argumente für die hochschulinterne Debatte sowie die Entwicklung einer Transfer- und Kooperationskultur und bietet eine Sammlung von möglichen Indikatoren. Im Vordergrund steht der Nutzen für die Hochschulen selbst. Hochschulen können sich daraus – abhängig von ihrem Profil und entsprechend ihrer strategischen Ausrichtung und Ziele – die geeigneten Indikatoren hochschulindividuell zusammenstellen und gewichten. Die Indikatoren liefern eine Beschreibung. Sie fokussieren neben dem Input vor allem den Output. Die Gewichtung und Bewertung erfolgt immer durch die jeweilige Hochschule 

Eine Indikatorensammlung kann natürlich immer auch dazu genutzt werden, Hochschulen miteinander zu vergleichen. Das Fächerspektrum und die strategischen Ziele einer Hochschule bestimmen allerdings das Transfer- und Kooperationsprofil sowie die konkreten Aktivitäten. Damit unterscheiden sich auch die jeweiligen Indikatoren der Erfolgsmessung. Die Aussagekraft eines hochschulübergreifenden Vergleichs anhand eines universell anwendbaren Sets von Indikatoren ist daher fraglich. Dieser hochschulübergreifende Vergleich steht nicht im Fokus des Diskussionspapiers.

Erfolgsmessung kooperativer Hochschulen

Im Rahmen des zweiten Netzwerktreffens der Hochschulleitungen für das Handlungsfeld "Transfer und Kooperation" stand das Thema Erfassung und Erfolgsmessung von Transfer- und Kooperationsaktivitäten im Mittelpunkt. Dabei zeigten sich in der Diskussion zehn Anforderungen und Erwartungen von Hochschulen an die Entwicklung von Indikatoren zur Erfassung von Transfer- und Kooperationsaktivitäten. Dieses Paper ergänzt somit das Diskussionspapier "Erfolgsmessung von Transfer und Kooperation an Hochschulen".

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Kontakt

Andrea Frank

leitet im Stifterverband den Programmbereich "Forschung, Transfer und Wissenschaftsdialog".

T 030 322982-502
F 030 322982-515

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Cornels Lehmann-Brauns

ist beim Stifterverband als Programmmanager im Bereich "Programm und Förderung" tätig.

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