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Deutscher Zukunftspreis 2018:
Drei Teams für Preis des Bundes­präsidenten nominiert

12.09.2018

In München wurden heute die Nominierungen für den Deutschen Zukunftspreis 2018 bekanntgegeben. Die drei Teams mit ihren herausragenden Forschungs- und Entwicklungsprojekten kommen aus Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Bayern.

Der Preis des Bundespräsidenten für Technik und Innovation wird seit 1997 vergeben und ist mit 250.000 Euro dotiert.

In die Endrunde gelangen Projekte, die zwei Kriterien erfüllen. Entscheidend sind der wissenschaftlich-technische Innovationsgrad sowie das Potenzial, diese Leistung in zukunftsfähige Arbeitsplätze umzusetzen.

Die Jury des Zukunftspreises entscheidet am 28. November 2018 über die diesjährigen Preisträger. In Rahmen einer festlichen Preisverleihung in Berlin überreicht Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am selben Tag den Deutschen Zukunftspreis 2018 an das Gewinnerteam.

Für den Deutschen Zukunftspreis 2018 sind nominiert:

 

Foto: Ansgar Pudenz/DZP

Team I: Eine radikal neue Getriebegattung – Produktivitätssprünge für den Maschinenbau
Dipl.-Ing. (FH) Thomas Bayer, Dr.-Ing. E. h. Manfred Wittenstein
Wittenstein SE, Igersheim

Die beiden Nominierten haben ein völlig neues Konzept für Getriebe entwickelt und damit die bisherigen Beschränkungen bei der Kraftübertragung in Zahnradgetrieben beseitigt. Aufbau und Funktion der innovativen Getriebegattung, in die auch hocheffiziente Bauprinzipien aus der Natur eingeflossen sind, bieten Anwendern in der Industrie neue Möglichkeiten zur Gestaltung von Fertigungsprozessen – und die Chance auf eine höhere Produktivität.

 

Foto: Ansgar Pudenz/DZP

Team II: Schutz bei fehlendem Immunsystem – die lebensrettende Innovation gegen gefährliche Viren
Prof. Dr. rer. nat. Helga Rübsamen-Schaeff, Dr. rer. nat. Holger Zimmermann
AiCuris Anti-infective Cures GmbH, Wuppertal

Diese beiden Nominierten haben das weltweit erste und einzige Medikament zur Vorbeugung gegen Infektionen mit einem weit verbreiteten Virus bei Knochenmarkstransplantationen entwickelt. Das Arzneimittel basiert auf einem völlig neuartigen Wirkmechanismus. Es ist inzwischen in vielen Ländern zugelassen und könnte die medizinische Behandlung von Transplantationspatienten und anderen Menschen mit geschwächtem Immunsystem revolutionieren.

 

Foto: Ansgar Pudenz/DZP

Team III: Flüssige Wasserstoffspeicher – Wegbereiter einer künftigen Wasserstoffgesellschaft
Prof. Dr. rer. nat. Peter Wasserscheid
Prof. i. R. Dr.-Ing. Wolfgang Arlt
Dr.-Ing. Daniel Teichmann
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Forschungszentrum Jülich Hydrogenious Technologies GmbH, Erlangen

Die drei Nominierten haben ein innovatives Konzept entwickelt, Wasserstoff auf einfache Weise zu speichern und ihn damit als Energiespeicher zu etablieren. Es basiert auf einer ungefährlichen und leicht handhabbaren Flüssigkeit, die Wasserstoff chemisch aufnehmen und bei Bedarf wieder abgeben kann. Wird der Wasserstoff mit Strom aus Wind oder Sonnenlicht erzeugt, lässt sich so erneuerbare Energie aufbewahren, transportieren und als CO²-emissionsfreier Kraftstoff nutzen.

 

Der Stifterverband kümmert sich um die Einwerbung des Preisgeldes und führt die Geschäftsstelle, die die Jury sowie das Kuratorium betreut und das Auswahlverfahren organisiert.