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Chancen und Entwicklungs­potenziale auf dem Weg zur nachhaltigen Hochschule

13.12.2022

Nachhaltigkeit ist ein hoch relevantes Thema für Hochschulen – nicht nur in Forschung und Lehre, sondern auch in Betrieb und Governance. Ergebnisse der aktuellen Publikation des Stifterverbandes "Die nachhaltige Hochschule" zeigen: Die Hochschulen haben den Handlungsbedarf beim Thema Nachhaltigkeit erkannt, sind im Prozess der Strategieentwicklung und in der Umsetzung entsprechender Maßnahmen jedoch unterschiedlich weit.

Hochschulen greifen relevante Nachhaltigkeitsthemen in Lehre, Forschung und Transfer auf, stoßen Diskussionen und Projekte an. Hochschulen müssen sich aber auch selbst als nachhaltige Organisationen im Betrieb und der Governance aufstellen, um ihr Profil zu schärfen und zukunftsfähig zu bleiben.

Hochschulen haben die Herausforderungen erkannt und nehmen das Thema Nachhaltigkeit in ihre Strategieprozesse auf. Nach den Ergebnissen des veröffentlichten Hochschul-Barometers 2022 verfügen bereits 25 Prozent der Hochschulen über eine Nachhaltigkeitsstrategie, weitere 67 Prozent planen eine solche. Darüber hinaus berufen Hochschulen gezielt Professuren zu Nachhaltigkeitsthemen und ernennen immer öfters Nachhaltigkeitsbeauftragte.

"In den Hochschulen nimmt das Thema Nachhaltigkeit an Relevanz immer mehr zu. Aber noch stehen wir  am Beginn eines dynamischen Wandlungsprozesses", sagt Andrea Frank, stellvertretende Generalsekretärin des Stifterverbandes. "Voraussetzung für den Erfolg der Transformation ist ein gemeinsames Verständnis der Hochschulleitung und Mitarbeitenden, was Nachhaltigkeit für die zentralen Handlungsfelder Lehre, Forschung und Transfer der jeweiligen Institution bedeutet. Und welche Entwicklungspotenziale sich aus diesem Verständnis für die Hochschule ergeben. Es müssen auch gemeinsam Ziele und konkrete Maßnahmen entwickelt werden, wie sich die Hochschulen selbst als Organisation und in der Organisationskultur nachhaltig aufstellen."

Um den grundlegenden organisatorischen Wandel zu realisieren, müssen alle Akteursgruppen einer Hochschule einbezogen und wenn notwendig, Kompetenzen aufgebaut werden – bei Studierenden, Promovierenden, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung bis hin zu den Professorinnen und Professoren und der Hochschulleitung. Dafür braucht es eine übergeordnete Koordination und Austauschmöglichkeiten innerhalb der Institutionen sowie die Vernetzungen mit anderen Hochschulen.

 

Kontakt

Kathleen Fritzsche

ist Programmmanagerin
im Bereich "Programm und Förderung".

T 030 322982-507

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