Smart Qualifiziert

Ein Programm von Daimler-Fonds und Stifterverband zur Förderung der Hochschulweiterbildung für die digitale Arbeit und Gesellschaft

Bewerbungsschluss für die erste Ausschreibungsrunde: 20. Januar 2020

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Das Programm "Smart Qualifiziert"
 ist Teil der Initiative Future Skills des Stifterverbandes. Es adressiert insbesondere die Hochschulen im Bereich Bildung für die digitale Arbeit und Gesellschaft. Konkret unterstützt das Programm die Hochschulen bei der Entwicklung von Strategien und Maßnahmen, die zukünftige Anforderungen der Arbeitswelt in den Mittelpunkt der eigenen Hochschulentwicklung stellen.

Der digitale Wandel verändert die Arbeitswelt und erfordert neue Kompetenzen und Fachwissen: Kommunikationswege, Arbeitsaufgaben und -abläufe sowie Kundenbeziehungen verändern sich. Während Berufsanfänger kurz nach ihrer Qualifizierungsphase und durch die oft "natürliche" Nähe zu den Themen (digital natives) mit aktuellen technologischen Entwicklungen oft vertraut sind, stehen die bereits Beschäftigten vor der Herausforderung, die neuen Kompetenzen on the job zu erwerben. Unternehmen benötigen deshalb gerade für das bestehende Personal Entwicklungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten.

Bisher werden entsprechende Programme insbesondere von privaten Anbietern angeboten, während Hochschulen das Potenzial des Weiterbildungsmarktes noch nicht hinreichend ausschöpfen: Ihr Marktanteil liegt aktuell bei deutlich unter zehn Prozent. Nur wenige Hochschulen engagieren sich profilrelevant im Bereich der Weiterbildung, obwohl alle 16 Landeshochschulgesetze dies vorsehen. Das gemeinsame Förderprogramm Smart Qualifiziert des Stifterverbandes und des Daimler-Fonds unterstützt deshalb Hochschulen bei der strategischen (Weiter-)Entwicklung von akademischer Weiterbildung als Bildungsauftrag im digitalen Zeitalter. Denn die Herausforderungen sind vielfältig und der Markt akademischer Weiterbildungsangebote verändert sich rasant: So wachsen beispielsweise Angebote akademischer und beruflicher Weiterbildung zusammen. Neue Formen insbesondere der digital gestützten Wissensvermittlung entstehen. Gleichzeitig gewinnen national wie international Angebote an Bedeutung, deren Inhalte gemeinsam von Unternehmen und Bildungseinrichtungen auf Online-Plattformen angeboten werden. Und während traditionelle Abschlüsse vereinzelt bereits an Bedeutung verlieren, spielen Mikrozertifizierungen oder Portfolios, die formell wie auch informell erworbene Kompetenzen sichtbar machen, eine immer größere Rolle.

"Smart Qualifiziert" ist ein breit angelegtes Förderprogramm, das sich in drei Ausschreibungsrunden zwischen 2019 und 2021 mit verschiedenen Aspekten von Qualifizierung an Hochschulen beschäftigt. Zielrichtung und Zielgruppen der Ausschreibungen werden dabei variieren. Die erste Ausschreibung adressiert die Entwicklung von Strategien und Maßnahmen im Bereich Weiterbildung.

 

Erste Ausschreibungsrunde

Alle staatlichen und privaten, staatlich anerkannten Hochschulen sind eingeladen, sich mit ihren Konzepten und Zukunftsstrategien für die Entwicklung von Weiterbildungsangeboten für digitale, technische Arbeitswelten um eine Förderung zu bewerben. Förderfähig sind damit sowohl Hochschulstrategien als auch konkrete Umsetzungsmaßnahmen. 

Gefördert werden sollen bis zu vier Hochschulen, die ein Preisgeld von 100.000 Euro erhalten. Neben der Förderung beinhaltet das Programm auch Formate des Ideentransfers und des Erfahrungsaustauschs, so dass neben den vier Preisträgern weitere Hochschulen als Fellows ausgewählt werden, die mit jeweils 10.000 Euro gefördert werden. 

Die Auswahl der Geförderten erfolgt durch eine Fachjury mit Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft. 

  • Gefördert werden Konzepte und Projekte, die eine strategische Weiterentwicklung an der Hochschule bewirken. Diese Weiterentwicklung kann darin liegen, dass 
  • Hochschulen ihre Zusammenarbeit mit Unternehmen in der Entwicklung von Weiterbildungsangeboten für die Arbeitswelt 4.0 dauerhaft stärken, 
  • Hochschulen ihre Curricula in der Weiterbildung systematisch und nachfrageorientiert an neue technologische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Veränderungen anpassen,
  • Hochschulen neue Formate der Qualifizierung für die Zielgruppe der Berufstätigen entwickeln,
  • Hochschulen neue digitale Formen der Wissensvermittlung systematisch in Weiterbildungsangebote integrieren,
  • Hochschulen mit neuen, (nicht-)akademischen Kooperationspartnern Weiterbildungsangebote für die Arbeitswelt 4.0 entwickeln,
  • Hochschulen in der Weiterbildung gezielt mit internationalen Kooperationspartnern zusammenarbeiten,
  • Hochschulen das Thema Weiterbildung entsprechend strategisch und profilrelevant aufsetzen.

 

Vernetzung und Transfer

Preisträger und Fellows arbeiten ein Jahr lang gemeinsam in einem vom Stifterverband begleiteten, hochschulübergreifenden Netzwerk zusammen. Hier adressieren sie mittels kollaborativer Arbeitsmethoden ihre jeweiligen Herausforderungen und erarbeiten gemeinsam Strategien für Fragen wie zum Beispiel:

  • Themenscouting, 
  • Zielgruppenorientierung, 
  • Professionalisierung, 
  • Skalierung, 
  • Erfolgskriterien, 
  • Nachhaltigkeit, 
  • Weiterentwicklung 
  • und den Umgang mit bestehenden Rahmenbedingungen. 

Da der Austausch und das gegenseitige Lernen der Geförderten untereinander ein zentrales Anliegen des Programms sind, wird die Bereitschaft erwartet, sich aktiv auf Ebende von Hochschul- und Projektleitung in den vier Netzwerktreffen einzubringen und die eigenen Ideen, Erfahrungen und Expertise offen und vertrauensvoll untereinander zu teilen.

 

Bewerbungsverfahren

Eine Bewerbung ist bis zum 20. Januar 2020 (Ausschlussfrist) möglich. Die eingereichten Anträge werden in einem zweistufigen Verfahren durch die Fachjury bewertet und ausgewählt. Auf der Basis einer ersten Juryentscheidung werden ausgewählte Hochschulen eingeladen, ihre Anträge in einer zweiten öffentlichen Auswahlsitzung zu präsentieren. Unter diesen Anträgen wählt die Jury die Preisträger aus. Ein Vertreter der Hochschulleitung sowie ein Projektverantwortlicher sollten für eine Präsentation des Antrags im Rahmen der zweiten Auswahlrunde zur Verfügung stehen.

Parallel zur finalen Auswahl der vier Preisträger werden weitere Projekte als Fellow-Hochschulen von der Jury benannt. Die Zusammenstellung der Fellow-Hochschulen soll eine Vielfalt hinsichtlich der Hochschulart und des Hochschulprofils als auch der jeweils im Antrag beschriebenen Herausforderungen und Fragestellungen sicherstellen. 

Die Förderung und die gemeinsame Netzwerkarbeit beginnen ab Juni 2020.

 

25. September 2019 Veröffentlichung der Ausschreibung
20. Januar 2020 Frist zur Einreichung der Anträge
Mitte März 2020 Erste Jurysitzung und Auswahl der Finalisten
Anfang Mai 2020 Auswahl der vier Preisträger- und der Fellow-Hochschulen im Rahmen einer öffentlichen Jurysitzung
Juni 2020 bis Mai 2021 Förderung und Netzwerkarbeit der Preisträger und Fellows/Netzwerktreffen

Kontakt

Ansprechpartnerin für inhaltliche Rückfragen
zur ersten Ausschreibungsrunde:

Ann-Katrin Schröder-Kralemann

leitet im Stifterverband den Programmbereich "Hochschule und Wirtschaft".

T 0201 8401-140
F 0201 8401-215

E-Mail senden

 
Ansprechpartnerin für Fragen zum Antragsprocedere:

Romy Höftmann

ist Assistentin im Bereich "Programm und Förderung" im Hauptstadtbüro des Stifterverbandes.

T 030 322982-526
F 030 322982-515

E-Mail senden

 
Ansprechpartner für das Förderprogramm generell:

Dr. Pascal Hetze

leitet im Stifterverband den Programmbereich 
"Analysen und Innovationspolitik".

T 030 322982-506
F 030 322982-515

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