INNcentive – Nachwuchsförderung in der Innovationsforschung

Projekte der Jahre 2017 bis 2019

Ob Klimawandel, Gesundheitsschutz oder Cybersicherheit, ob nachhaltige Ressourcennutzung oder Wissenstransfer über soziale und sektorale Grenzen hinweg: Es braucht Lösungen für die Herausforderungen unserer komplexen Welt. Innovationen sind gefragt! Doch für die Bewältigung der Herausforderungen muss Wissen aus unterschiedlichen Disziplinen klug verknüpft werden. Ein Prozess muss definiert und gemanagt werden, an dessen Ende eine erfolgreiche Innovation steht. Kein leichtes Unterfangen.

Die Wege zur Innovation sind mannigfaltig und die Hürden hoch. Auch die Arten von Innovationen sind so vielfältig wie die Herausforderungen, denen sie begegnen: Produkt- und Prozessinnovationen, mal radikaler, mal inkrementeller Art, soziale und organisationale Innovationen, Marketinginnovationen oder einfache, frugale Innovationen.

Für die Bewältigung von Schwierigkeiten und für eine bessere Welt ist es wichtig, Innovationen den Weg zu ebnen. Daher ist es zentral, den Ablauf von Innovationsprozessen zu kennen und zu erfahren, an welchen Stellen es hakt. Für eine erfolgreiche Innovation ist es wichtig zu wissen, welche Wissensträger und welche Wissensgebiete zusammenwirken müssen für eine erfolgreiche Innovation. Nicht zuletzt ist es auch zentral zu erfahren, auf welche Weise bereits erfolgreich oder auch erfolglos die Entstehung von Innovationen und Problemlösungen unterstützt wurde.

Der Stifterverband hat daher gemeinsam mit der Universität Bremen und mithilfe der Rolf Maciejewski-Stiftung das Förderprogramm "INNcentive" ins Leben gerufen. Hier wurden diejenigen jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterstützt, die sich mithilfe datengestützter, empirischer Methoden Fragen aus der angewandten Innovationsforschung stellen: Wie entstehen Innovationen und wo? Wie gestaltet sich der Prozess und wie kann er unterstützt werden? Wer ist wichtig und wo liegen Hemmnisse?

Was die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler herausfinden, kann direkt in die Arbeit an der Hochschule, im Stifterverband, in Unternehmen und der Politik einfließen. So gelingt eine Symbiose zwischen Theorie, Empirie und Politik, ein Wissenstransfer von der Forschung in die Praxis. INNcentive möchte hiermit einen kleinen Beitrag für ein wettbewerbsfähiges Innovationssystem in Deutschland leisten und Menschen unterstützen, deren Forschergeist den Antrieb für Problemlösungen bietet.

Die Broschüre ist im Januar 2021 erschienen.

 

Das Förderprogramm

INNcentive hat Master- und Doktorarbeiten junger Innovationsforscherinnen und Innovationsforscher in der Betriebs- und Volkswirtschaftslehre sowie benachbarter Wissenschaftsdisziplinen unterstützt, die

  • einen theoriegeleiteten, empirisch-quantitativen Ansatz verfolgen, der sich durch eine originelle Forschungsfrage auszeichnet,
  • den Aufbau und die Verwendung einzigartiger Datensätze vorsehen und/oder
  • durch die Verwendung neuartiger methodischer Ansätze oder Verfahren (beispielsweise stochastische oder numerische Simulationsansätze, experimentelle Ansätze etc.) überzeugen.

Das Förderprogramm richtete sich an Studierende und Promovierende von Fachhochschulen, Universitäten und außeruniversitären Forschungsinstituten. Zentrales Kriterium für die Auswahl der Stipendiatinnen und Stipendiaten war dabei der innovative Ansatz im Umgang mit Datenmaterial und die Originalität des methodischen Ansatzes.

Den ausgewählten Projekten wurde eine Unterstützung für sechs Monate (Masterarbeiten) beziehungsweise für zwölf Monate (Promotionen) gewährt. Die Geförderten erhielten zudem die Gelegenheit, an methodenorientierten Kursen und wissenschaftlichen Workshops teilzunehmen und hier ihre Arbeit mit anderen jungen Innovationsforscherinnen und Innovationsforschern in einem kreativen Umfeld zu diskutieren.