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Ars legendi-Fakultätenpreis Ingenieurwissenschaften und Informatik geht nach München

25.06.2020

Der Ars legendi-Fakultätenpreis für exzellente Lehre in den Ingenieurwissenschaften und der Informatik an Universitäten 2020 geht an Stephan Krusche, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Fakultät für Informatik an der Technischen Universität München. Der Preis wird gemeinsam von 4ING und dem Stifterverband vergeben. Er ist mit 25.000 Euro dotiert.

"Sag es mir und ich werde vergessen. Zeige es mir und ich werde mich erinnern. Beziehe mich ein und ich werde verstehen. Tritt zurück und ich werde handeln." Basierend auf dieser in Abwandlung eines Zitats von Konfuzius formulierten Philosophie gestaltet Stephan Krusche seine nunmehr ausgezeichnete Lehre. Mit ihm wird ein junger Wissenschaftler geehrt, der in beispielgebender und beeindruckender Weise beweist, dass herausragende Lehre auch in einem frühen Stadium der Hochschulkarriere, die mit einem besonders hohen wissenschaftlichen Qualifizierungsdruck einhergeht, möglich ist. Stephan Krusche trägt somit wesentlich dazu bei, der Lehre den ihr neben exzellenter Forschung gebührenden, hohen Stellenwert zu geben.

Aus der Begründung der Auswahljury: "Bemerkenswert ist, dass Stephan Krusche nicht für eine einzelne, besonders herausragende Lehrveranstaltung, sondern für sein Gesamtengagement in der Lehre geehrt wird. Seine bereits lokal mehrfach ausgezeichnete, herausragende Lehrtätigkeit deckt das volle Spektrum an Lehrveranstaltungsformen (Vorlesungen, Übungen, Praktika, Projekte, Seminare) in allen Phasen des Bachelor- und Masterstudiums an der TU München ab. So steht für ihn der Lernerfolg aller Studierenden und nicht nur der Besten im Vordergrund, sowohl in der Studieneingangsphase als auch in großformatigen Lehrveranstaltungen mit bis zu 2.000 Studierenden. Auch in sehr großen Lehrveranstaltungen gelingt es Stephan Krusche, eine besondere Nähe zu jedem und jeder einzelnen Studierenden aufzubauen und somit die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch bei schwierigen Inhalten zu motivieren. Er kombiniert gekonnt traditionelle mit modernen Lehr-/Lernformaten, setzt gezielt und erfolgreich innovative, digitale Werkzeuge in seinen Lehrveranstaltungen ein und legt bei allem stets besonderen Wert auf die Verbindung von Theorie und Praxis. Stephan Krusche lebt in hervorragender Weise die grundlegende Idee des modernen Qualitätsmanagements, nämlich einen kontinuierlichen Verbesserungszyklus, der fortwährend hinterfragt, ob nicht auch bereits erfolgreiche Lehre noch weiter verbessert werden kann. Hierzu setzt sich Stephan Krusche in der Gestaltung seiner Lehre auch mit didaktischen Aspekten auseinander und evaluiert seine Veranstaltungen unter Einbeziehung von Methoden der empirischen Bildungswissenschaften. Seine Erfolge in der Lehre sind beispielgebend für seine Kollegen. Stephan Krusche trägt somit in besonderer Weise zu dem heutzutage besonders wichtigen, gemeinsamen Dialog über gute Hochschullehre bei."

Foto: Stiftung Werner-von-Siemens-Ring/Constantin Gerlach, Berlin
Preisträger Stephan Krusche

 
"Dieser vorbildliche Einsatz in der universitären Lehre
 ist am Anfang einer in der Regel vornehmlich forschungsgeprägten ingenieurwissenschaftlichen Hochschulkarriere ungewöhnlich", sagt der 4ING-Vorsitzende Reinhard Möller, der die Jury geleitet hatte. "Der junge Forscher, der neben seiner originären wissenschaftlichen Arbeit eine engagierte Betreuung der Studierenden und  stetige Verbesserung seiner Lehre ausgerichtet am Studierenden-Feedback und sogar eine eigene empirische Bildungsforschung betreibt, wurde daher von der Jury als uneingeschränkt preiswürdig betrachtet."

Andreas Schlüter, Generalsekretär des Stifterverbandes, ergänzt: "Der Preisträger vereint ganz unterschiedliche Stärken zu einem überzeugenden Gesamtpaket. Er kombiniert innovative Lehrmethoden mit nachweislich ausgezeichneten Forschungsleistungen und zeichnet sich durch ein bemerkenswert erfolgreiches Engagement für die Stärkung der Lehre durch Wissenstransfer in die Praxis aus. Besonders hervorzuheben ist, dass Stephan Krusche Lehr- und Lernforschung betreibt und hierzu bereits renommierte Konferenzen ausgerichtet sowie auch Forschungsmittel eingeworben hat. Auch hierin hat er eine Vorreiterrolle, da dieser wichtige Forschungsbereich in Deutschland noch eher selten direkt innerhalb einer Fachdisziplin anzutreffen ist."

Der vom Dachverein der Fakultätentage der Ingenieurwissenschaften und der Informatik an Universitäten e.V. (4ING) und vom Stifterverband ausgeschriebene Preis richtet sich ausschließlich an herausragende und innovative Lehrende der Ingenieurwissenschaften und Informatik an Universitäten, die dem 4ING-Verbund angehören. Der Preisträger erhält seine Auszeichnung im Rahmen einer Corona-bedingten Online-Vorlesung am 23. Juli 2020. Der Preis wird gefördert vom Arbeitgeberverband Gesamtmetall im Rahmen der Initiative THINK ING.

Pressekontakt

Peggy Groß

ist Kommunikationsmanagerin im Stifterverband.

T 030 322982-530
F 030 322982-515

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Heike Schmitt

Geschäftsführerin
Fakultätentage der Ingenieurwissenschaften und der Informatik an Universitäten
T 06151 9505-135

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