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Open Data Impact Award 2021:
Der Preis für offene Daten und Innovationen wird vergeben

14.12.2021

Drei herausragende Projekte haben den Open Data Impact Award gewonnen. Mit der Auszeichnung wird das Potenzial von Offenen Daten der Forschung für Innovation und Gesellschaft hervorgehoben. Für den Preis stellt der Stifterverband insgesamt eine Fördersumme von 30.000 Euro zur Verfügung.

Der Open Data Impact Award soll Anreize schaffen, Daten aus der Forschung offen zu legen und sie somit breiter für Innovationen nutzbar zu machen. Eine Jury, zusammengesetzt mit Open-Data-Experten aus den Bereichen Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft, hat unter den 40 eingereichten Projekten aus verschiedenen Forschungsbereichen folgende drei Projekte ausgewählt:

  • Der erste Preis mit 15.000 Euro geht an das Projekt "CoronaNet Government Response Event Dataset" unter der Leitung von Tim Büthe mit Cindy Cheng und Luca Messerschmidt, Hochschule für Politik an der Technischen Universität München. Das Forschungsprojekt dokumentiert systematisch die von den Regierungen weltweit als Reaktion auf COVID-19 ergriffenen Maßnahmen, um akademischen und angewandten Forschern, Journalisten und Entscheidungsträgern ein besseres Verständnis der Ursachen und Folgen dieser politischen Reaktionen zu ermöglichen.
     
  • Der zweite Preis von 10.000 Euro geht an Clara Betancourt und Sabine Schröder vom Forschungszentrum Jülich für das Projekt "TOAR App, Tropospheric Ozone Assessment Report database". Die Datenbank ist eine der größten Sammlungen von globalen oberflächennahen Ozonmessungen. Um die Nachnutzung dieser Daten weiter zu fördern, entwickeln sie eine Smartphone-App, mit der Landwirte ozonbedingte Schäden an ihrer Ernte quantifizieren können.
     
  • Der dritte Preis von 5.000 Euro geht an Marco Körner und Maja Schneider von der Technischen Universität München für das Projekt "EuroCrops: A Pan-European Dataset for Time Series Crop Type Classification". Neben der Agrarsubventionskontrolle können auf Basis der Daten Modelle zu Abschätzung von Ertragsmengen trainiert werden. Es wird möglich, frühzeitig Pflanzenkrankheiten zu erkennen und deren Auswirkungen auf folgende Wachstumsphasen vorherzusagen. Auf diese Weise werden UN-Nachhaltigkeitsziele wie Ernährungs- und Versorgungssicherheit besser erreicht.
     

"Die ausgezeichneten Projekte sollen Impulse für mehr Open Data in der Wissenschaft geben und Innovationen in der Gesellschaft befördern", sagt Volker Meyer-Guckel, stellvertretender Generalsekretär des Stifterverbandes. "Es gibt noch zu wenige Forschende, die ihre wissenschaftlichen Daten für Andere bereitstellen. Der Stifterverband fördert mit dem Open Data Impact Award die strategische Öffnung von Datensätzen für alle Formen der Nachnutzung. Davon profitiert nicht nur die Wissenschaft, sondern die Gesellschaft insgesamt. Denn aus Daten entstehen Innovationen, die uns helfen, die großen Herausforderungen der Zukunft gemeinsam zu lösen."

Die virtuelle Preisverleihung des Open Data Impact Awards findet am 16. Dezember 2021 um 14:00 Uhr im Rahmen des innOsci-Festivals "The unknOwn unknOwns" statt. Die drei Preisträger stellen sich und ihre Forschung der Öffentlichkeit vor und zeigen, wie durch offene Forschungsdaten die gesamte Gesellschaft profitieren kann. Die Teilnahme am Festival und der Preisverleihung ist nach einer Registrierung für jeden frei zugänglich.
Mehr Info zum Festival auf der innOsci-Website

Der Open Data Impact Award wurde vom Stifterverband im Rahmen seines Programms innOsci, dem Forum für offene Innovationskultur, geschaffen und in Kooperation mit der DUZ vergeben.

 

Pressekontakt

Peggy Groß

ist Pressesprecherin des Stifterverbandes.

T 030 322982-530

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Anna Held

ist Programmmanagerin im Bereich "Programm und Förderung" und bei innOsci, dem Forum offene Innovationskultur.

T 030 322982-538

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