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WandelBAR


Forum für Perspektivwechsel in der Lehrkräftebildung

 
Ein Förderprogramm initiiert vom Stifterverband im Rahmen der Allianz für Lehrkräfte der Zukunftsmission Bildung

Die Lehrkräftebildung leidet seit langem unter einer starken Fragmentierung der verschiedenen Bereiche, Institutionen und Ausbildungsphasen. Eine Lehrkräftebildung "aus einem Guss", die die verschiedenen Handlungslogiken und Perspektiven aller Beteiligten berücksichtigt und in einer kohärenten Gesamtstrategie denkt, ist dringend nötig, um dem Lehrkräftemangel nachhaltig sowohl quantitativ als auch qualitativ entgegenzuwirken. Hier setzt der Stifterverband an.

Mit dem Programm "WandelBar" möchte er die Umsetzung von Projekten und Vorhaben unterstützen, die zu einer Stärkung der Kohärenz der Lehrkräftebildung und zur Professionsorientierung beitragen und darauf abzielen, dauerhafte, verlässliche Kooperationsstrukturen zu etablieren.

Was bieten wir? Die "WandelBar" bietet einen Raum zur stetigen Reflexion und Weiterentwicklung der geplanten Vorhaben: Durch begleitende Beratung, die Entwicklung systemischer Perspektiven und den Einsatz erprobter Methoden aus dem Bereich des Peer-Learnings werden die Teams darin unterstützt, ihre Vorhaben vor Ort umzusetzen und langfristig so zu verankern, dass sie nachhaltig Wirkung entfalten und zu einer neuen, systematischen Kooperation in der Lehrkräftebildung beitragen.

Wen fördern wir? Wir unterstützen bereichs-, organisations- und/oder phasenübergreifende Teams der Lehrkräftebildung (bestehend aus drei bis fünf Personen), die multiperspektivisch Vorhaben zur Weiterentwicklung der Lehrkräftebildung voranbringen möchten. Pro Kohorte werden bis zu acht Teams über einen Zeitraum von ca. zwölf Monaten begleitet. Die Teams erhalten eine Projektpauschale von 5.000 Euro.

Kohorte 2026: Die geförderten Projekte

 
CoPrax ist ein institutionenübergreifendes Vorhaben zum Aufbau einer Community of Practice zur Stärkung der Kohärenz im neuartigen dualen Studienangebot "Lehramt Regelschule" an der Universität Erfurt. Ziel ist es, durch regelmäßigen Austausch und gemeinsame Entwicklungsarbeit tragfähige Kooperationsstrukturen zwischen Hochschule, Schulverwaltung und den dualen Ausbildungsschulen zu etablieren und die Theorie-Praxis-Verzahnung dauerhaft zu verbessern.
 

Das Team:

  • Dr. Ina Semper, Koordinatorin duales Studienangebot, School of Education, Universität Erfurt
  • Prof. Dr. Petra Knorr, Professorin für Englischdidaktik, Schwerpunkt Sprachlehr- und -lernforschung, Philosophische Fakultät, Universität Erfurt
  • Hannes Seifert, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl Mathematikdidaktik, Erziehungswissenschaftliche Fakultät, Universität Erfurt
  • Juliane Voigt, Referentin, Referat 5 (Schulentwicklung, Lehrerbildung und Schulpsychologischer Dienst), Staatliches Schulamt Südthüringen
  • Maria-Magdalena Lessat, Schulleiterin, Staatliche Regelschule Pestalozzischule Apolda
  • Sylvia Luck Schulleiterin, Staatliche Regelschule "Joliot-Curie", Hildburghausen

 
Wissenschaft macht Schule in einer bundesländerübergreifenden Kooperation

Das strukturierte Promotionsprogramm ist an der Universität Bremen seit mittlerweile zehn Jahren angesiedelt und wurde seither kontinuierlich weiter entwickelt; in dieser Zeit wurde es unter anderem mit der Hochschulperle des Stifterverbandes ausgezeichnet. In einer Gesamtdauer von vier Jahren pro Kohorte, von denen inzwischen die dritte läuft, integriert das Absolventinnen und Absolventen aller Lehramtsstudiengänge offenstehende Programm das Referendariat mit einer fachdidaktischen Promotion. Aktuell werden Kooperationsbemühungen mit der Universität Oldenburg im Rahmen des Antragsverfahrens der Northwest Alliance intensiviert, die eine Ausweitung des Programms auf den Standort in Niedersachsen und damit die Erweiterung auf ein Flächenland zum Ziel haben; dieser Prozess soll durch die Bewerbung im Programm Wandelbar flankiert und idealerweise dadurch begleitet und unterstützt werden.

Details zum Promotionsprogramm auf der Website der Universität Bremen
 

Das Team:

  • Prof. Dr. Sabine Doff, Wissenschaftliche Leitung, Universität Bremen
  • Dr. Nelli Mehlmann bzw. Elternzeitvertretung (N.N.), Wissenschaftliche Koordination, Universität Bremen
  • Dr. Michael Kleiner, Programmleitung 2. Phase (Referendariat), Landesinstitut für Schule Bremen
  • Vertretung für den Standort Oldenburg, Universität Oldenburg

 
Aufbauend auf dem "Europäischen Rahmen für die digitale Kompetenz Lehrender" (DigCompEdu 2017) wird in einem institutionsübergreifenden Arbeitsteam zwischen allen Stakeholdern der dreiphasigen Lehramtsausbildung für den berufsbildenden Bereich in Schleswig-Holstein die Integration des DigCompEdu aufgegriffen und bearbeitet, mit dem Ziel, ein phasenübergreifendes "Kompetenzraster" zu entwickeln und zu verankern.
 

Das Team:

  • Hendrik Schramm, Leitung des Arbeitsfelds "Digitalisierung und Lernen mit digitalen Medien", Landesseminar Berufliche Bildung (LSBB)
  • René Gänger, Mitarbeiter im Landesprogramm "Zukunft Schule im digitalen Zeitalter", Landesseminar Berufliche Bildung (LSBB)
  • Marijon Oltmann, Mitarbeiterin im Landesprogramm "Zukunft Schule im digitalen Zeitalter", Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU)
  • Dr. Nikolaus Steffen, Mitarbeiter im Landesprogramm "Zukunft Schule im digitalen Zeitalter", Europa-Universität Flensburg (EUF)
  • Jan Hinnerk, Thür Mitarbeiter Landesprogramm "Zukunft Schule im digitalen Zeitalter", Europa-Universität Flensburg (EUF)

 
Lehrkräftebildung wird von Menschen in Schulen, Studienseminaren und der Universität vor Ort aktiv gestaltet. Im Projekt wird phasen- und institutionenübergreifend eine zentrale Veranstaltung zur Professionalisierung von Lehrkräftebildner*innen schulischer Praxisphasen unter dem Dach eines gemeinsamen Qualitätsverständnisses durchgeführt.
 

Das Team:

  • Dr. Timo Beckmann, Praktikumsstelle Fakultät Bildung/School of Education, Leuphana Universität Lüneburg
  • Claudia Dede, Konrektorin Studienseminar Lüneburg für das Lehramt für Sonderpädagogik
  • Antje Rothe, Rektorin Studienseminar Lüneburg für das Lehramt an Grund-, Haupt- und Realschulen
  • Prof. Dr. Anke Karber, Professur für Sozialpädagogik mit dem Schwerpunkt Berufsbildungsforschung und Didaktik, Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik Leuphana Universität Lüneburg
  • Prof. Dr. Marc Kleinknecht, Professur für Schulpädagogik und Schulentwicklung, Institut für Bildungswissenschaft, Leuphana Universität Lüneburg

 
Mit dem Start des Bachelorstudiengangs Grundschullehramt an der RWTH Aachen University besteht die Herausforderung, kohärente Kooperationsstrukturen zwischen Universität, Schule und ZfsL aufzubauen. Das Projekt adressiert die strukturelle Fragmentierung der Lehrkräftebildung, indem Unterricht als gemeinsamer Gegenstand institutionsübergreifender Zusammenarbeit etabliert wird. Auf Grundlage kooperativer Professionalität wird "Lesson Study" als zentrales Instrument genutzt, um Planung, lernprozessorientierte Beobachtung und datenbasierte Reflexion systematisch zu verzahnen.
 

Das Team:

  • Sabrina Heiderich, Studienrätin und -beratung in der mathematischen Grundbildung, Institut für Mathematik, RWTH Aachen
  • Katja Krummlauf, Fachleiterin Kombiniertes Fachseminar Deutsch Mathematik, Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung Aachen
  • Ina Reining, Moderatorin, Fachoffensive Mathematik, Schulamt Städteregion Aachen
  • Laura Wever, Studienkoordination und -beratung Grundschullehramt, Lehrerbildungszentrum, RWTH Aachen
  • Sylke Zier, Direktorin als Leiterin eines Seminars für das Lehramt an Grundschulen, Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung Aachen

 
Das Projekt "PReP Me" zielt darauf ab, die Lehrkräftebildung für bayerische Mittelschulen durch eine phasenübergreifende Vernetzung, praxisnahe Formate zur Förderung von Core Practices und Mentoring zu verbessern, um Studienabbrüche zu verringern, Selbstwirksamkeit angehender Lehrkräfte zu fördern und den Berufseinstieg zu erleichtern. Dazu sollen Theorie und Praxis besser verknüpft sowie nachhaltige Kooperationsstrukturen zwischen Universität, Studienseminaren und Schulen etabliert werden. Das vierjährige Pilotprojekt wird begleitend erforscht und soll langfristig übertragbare Konzepte für andere Lehrämter liefern.

Website zum Projekt
 

Das Team:

  • Dr. Magdalena Sonnleitner, Leiterin des Praktikumsamts für die Lehrämter an Grund- und Mittelschulen (1. Phase), Zentrum für Lehrkräftebildung, Universität Passau
  • Melanie Neulinger-Seil, Seminarleitung (2. Phase), Regierung von Niederbayern, Studienseminar für das Lehramt an Mittelschulen, Seminarbezirk Niederbayern MS I/2 – Passau
  • Simone Rauch, Mittelschullehrkraft (3. Phase), Mittelschulmentorin, Regierung von Niederbayern, Grund- und Mittelschule Eging; Zentrum für Lehrkräftebildung, Universität Passau

Über die drei genannten Personen hinaus sind zahlreiche weitere Akteurinnen und Akteure in die operative Arbeit vor Ort einbezogen. Unter anderem eingebunden sind Prof. Dr. Markus Pissarek (Vorstand des Zentrums für Lehrkräftebildung und Fachdidaktik, Inhaber des Lehrstuhls für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur), Dr. Doris Cihlars (Akademische Beamtin am Lehrstuhl für Erziehungswissenschaft mit Schwerpunkt Schulentwicklungs- und Professionalisierungsforschung , verantwortlich für den Fachbereich Mittelschulpädagogik und -didaktik, Fachstudienberatung Lehramt Mittelschule), Matthias Fuchs (Studiengangskoordinator Lehramt), Michael Freund (Mittelschullehrkraft und Tutor in der Praktikumswerkstatt zur Vernetzung von Theorie und Praxis).

 
Die Lehrkräftebildung steht derzeit vor großen Herausforderungen, etwa durch den Lehrkräftemangel und eine unzureichende Abstimmung zwischen den Ausbildungsphasen. Gleichzeitig entstehen in sozialen Medien neue Räume, in denen angehende und aktive Lehrkräfte ihre Erfahrungen und Perspektiven austauschen. Das Projekt greift diese digitalen Diskurse auf und zielt darauf, sie systematisch mit institutionellen Perspektiven der Lehrkräftebildung zu verschränken. Ziel ist es, den Dialog zu stärken und so die Lehrkräftebildung langfristig kohärenter und praxisnäher zu gestalten.
 

Das Team:

  • Jun.Prof.'in Dr. Viktoria Flasche,  Professur für Pädagogik (Zuständigkeit für die Praxiselemente im Lehramtsstudium), Fachbereich Kunstbezogene Wissenschaften, Pädagogik, Kunstakademie Düsseldorf
  • Dr. Anna Carnap, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Institut für Erziehungswissenschaften, Arbeitsbereich "Allgemeine Grundschulpädagogik", Humboldt-Universität zu Berlin
  • Dr. Mendina Scholte-Reh, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Institut für Bildungswissenschaft und Medienforschung, Lehrgebiet Empirische Bildungsforschung, FernUniversität in Hagen

 
Eine erfolgreiche Kooperation zwischen Schule und Hochschule ist sowohl für eine moderne Lehrkräftebildung als auch für erfolgreiche Übergänge im Bildungsprozess der Schülerinnen und Schüler unabdingbar. So eine Kooperation wird in diesem Projekt weiterentwickelt, in dem eine Integrierte Gesamtschule sich zu einer Universitätsschule etabliert.
 

Das Team:

  • Prof. Dr. Dina Kuhlee, Prorektorin für Studium und Lehre, Wirtschaftspädagogik, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
  • Prof. Dr. Stefanie Rach, verantwortliche Person für die Universitätsschule von der Hochschule aus, Didaktik der Mathematik, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
  • Eik Ruddat, verantwortliche Person für die Universitätsschule von der Schule aus, Schulleiter, IGS Willy Brandt Magdeburg
  • Prof. Dr. Andreas Zopff, verantwortliche Person Lehramt, Berufspädagogik gewerblichtechnischer Berufe, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

Was kennzeichnet das Programm?

Das Programm "WandelBar" setzt auf eine strategische, systemische Prozessbegleitung, die gezielt auf die disparaten Strukturen und unterschiedlichen Handlungslogiken der beteiligten Akteurinnen und Akteure eingeht, sie immer wieder sichtbar macht und versucht diese zu überwinden. Im Mittelpunkt stehen dabei methodisch angeleitete Perspektivwechsel und Peer-Learning-Elemente, die dazu beitragen, die individuellen Projektvorhaben und Vorgehensweisen kritisch zu reflektieren und weiterzuentwickeln. Die Teams werden dabei unter anderem durch einen Critical Friend aus einem anderen Team sowie durch einen Vor-Ort-Besuch mit einem externen Experten bzw. einer externen Expertin in ihrem Prozess unterstützt. Es wird ein übergreifendes Netzwerk von engagierten und innovativ denkenden Lehrkräftebildnerinnen und -bildnern aufgebaut, die mit- und voneinander lernen und sich gegenseitig kollegial beraten. Dabei profitieren sie vom Partner- und Expertennetzwerk des Stifterverbandes sowie seiner Erfahrung in der Begleitung komplexer Veränderungsprozesse.

Zusätzlich zu der ideellen Förderung werden die Teams und ihr Projekt mit einer Teampauschale von 5.000 Euro zur Unterstützung des Projekts (zum Beispiel für Personal, Moderation, Moderations- und Prozessbegleitung, ggf. externe Expertise, individuelle Reise- und Gruppenkosten) gefördert. Darüber hinaus werden Reise- und Übernachtungskosten für vorgesehene Veranstaltungen im Programm übernommen.

 

Was sind die Programmziele?

Der Stifterverband möchte:

  • die geförderten Teams dabei unterstützen, komplexe organisations- und/oder phasenübergreifende Innovationsvorhaben erfolgreich umzusetzen
  • Grundlagen für dauerhafte und verlässliche Kooperationsstrukturen in der Lehrkräftebildung schaffen
  • insgesamt einen Beitrag zur phasen-/organisationsübergreifenden Kohärenz der Lehrkräftebildung leisten

 

Wie ist das Programm aufgebaut?

Die Prozessbegleitung erstreckt sich über einen Zeitraum von ca. zwölf Monaten und setzt sich aus einer Initiierungs-, Erarbeitungs- und Abschlussphase zusammen:

Die drei Phasen des WandelBar-Programms
Die drei Phasen des WandelBar-Programms

Die Initiierungsphase beginnt mit einem zweitägigen Kick-off-Workshop mit allen Projektteams. Der Stifterverband lädt hierfür eine/einen Expertin/Experten für einen Input ein, die/der relevante Impulse zur Gestaltung von Transformationsprozessen liefert. Zudem stellen die Projektteams ihre jeweiligen Vorhaben vor und geben sich im Rahmen von kollegialen Beratungen erstes Feedback. Außerdem wird eine kritische Reflexion des bisherigen Projektstands angeleitet, und es werden mögliche Hürden und Herausforderungen in der Umsetzung in den Blick genommen. Dazu werden Methoden aus der systemischen Organisationsberatung sowie Design-Thinking-Methoden genutzt. Die Teilnahme aller Teammitglieder am Workshop ist vorgesehen.

Im Anschluss findet ein Matching der Projekte im Sinne des Peer-Learning-Ansatzes statt: Pro Team fungiert eine Person als Critical Friend (CF) für ein anderes Team. Diese nimmt regelmäßig (online) an deren Projekttreffen teil. So entsteht eine doppelte Struktur, Impulse ins Team zu holen: einerseits durch den entsandten CF, der die Entwicklungen im anderen Team verfolgt und Ideen aufnehmen kann; andererseits durch den dazukommenden CF, der durch Fragen, Anregungen usw. konkret die Reflexion des eigenen Prozesses anregt. In einer Online-Schulung, in der es um Rolle, Aufgaben und "Handwerkszeug" geht, werden die CFs auf diese Rolle vorbereitet.

In der Bearbeitungsphase arbeiten die Teams an der Umsetzung ihres jeweiligen Innovationsvorhabens. Gemeinsam entwickeln sie einen klaren Projektplan mit Meilensteinen und legen Arbeitsstrukturen fest. Begleitet werden sie von einem Critical Friend aus einem anderen Team, die/der regelmäßig Feedback gibt und Reflexionsimpulse einbringt. Nach einigen Monaten erfolgt ein moderierter Vor-Ort-Besuch mit einem/einer externen Experten/Expertin sowie dem Critical Friend, bei dem der aktuelle Sachstand präsentiert, Herausforderungen besprochen und weitere Handlungsschritte konkretisiert werden – stets unter Einbindung aller relevanten Stakeholder, um den langfristigen Erfolg des Vorhabens zu sichern.

Begleitet wird die Erarbeitungsphase von einem Online-Workshop-Angebot, welches auf die Bedarfe der Teams zugeschnitten wird und ca. alle zwei Monate Impulse und Inputs für den laufenden Prozess liefert.

Auf einer Abschlussveranstaltung präsentieren die Teams ihre Ergebnisse, reflektieren zentrale Erkenntnisse und teilen ihre Erfahrungen mit der Programmkohorte sowie der nachfolgenden Kohorte. Die Learnings sollen außerdem für die Fachöffentlichkeit dokumentiert werden, so dass zentrale Erkenntnisse auch auf andere (nicht geförderte) Projekte übertragen werden können.

Das Programm wird am Ende jeder Programmkohorte evaluiert, so dass es fortlaufend weiterentwickelt werden kann.

Gut qualifizierte Lehrkräfte sind eine zentrale Gelingensbedingung für ein erfolgreiches Bildungssystem. Nur wenn diese in hinreichender Zahl vorhanden sind, kann das Bildungssystem seinen Beitrag zur Bewältigung aktueller und zukünftiger Aufgaben leisten und Teilhabe und Erfüllung von Lebensplänen junger Menschen realisieren. 

Mit der Zukunftsmission Bildung  möchte der Stifterverband einen wirksamen Beitrag dazu leisten. Ihr Ziel ist es, unser Bildungssystem in die Lage zu versetzen, schnell mehr Menschen mit den nötigen Kompetenzen für künftige Aufgabenprofile auszubilden und die dafür erforderlichen Veränderungen im Rahmen thematischer Allianzen umzusetzen. Die Allianz für Lehrkräfte adressiert den teilweise dramatischen Mangel an Lehrkräften. Um das zentrale Ziel der Allianz zu erreichen, die bis zum Jahr 2030 prognostizierte Lücke von bis zu 68.000 Lehrkräften zu halbieren, muss die Lehrkräftebildung sowohl quantitativ gestärkt als auch qualitativ neu ausgerichtet werden. Dazu sind tiefgreifende Veränderungen bestehender Strukturen und Prozesse notwendig.

Nach wie vor stellt die fehlende inhaltliche und organisationale Kohärenz zwischen Fachwissenschaften, Fachdidaktiken und Bildungswissenschaften einerseits und Studium, Vorbereitungsdienst und Fortbildung andererseits eine weitgehend ungelöste Herausforderung für die Lehrkräftebildung. Viele Reformprojekte konnten in der Vergangenheit nur begrenzt Wirkung entfalten, da sie vornehmlich für einen oder aus Sicht eines Teilbereichs der Lehrkräftebildung gedacht wurden und andere Perspektiven zu wenig berücksichtigt haben. Außerdem führen unterschiedliche institutionelle Handlungslogiken und Vorgaben über die verschiedenen Bereiche und Phasen hinweg, sowie fehlende strukturell abgesicherte Kooperationen bei allen Beteiligten immer wieder zu Frustrationen und erschweren eine durchgehende Professionsorientierung in der Lehrkräftebildung. So müssen sich Lehrkräftebildnerinnen und -bildner beispielsweise aus den Studienseminaren teilweise in ihrer Freizeit für die Weiterentwicklung der Lehrkräftestudiengänge engagieren, weil es nicht zu ihren Aufgaben gehört und keine Arbeitszeit zur Verfügung steht.

Auch der Masterplan "Lehrkräftebildung neu gestalten" nennt als eine zentrale Voraussetzung für eine qualitätsvolle Lehrkräftebildung, "der Fragmentierung der verschiedenen Ausbildungsbereiche und -phasen […] durch eine optimale Abstimmung und Verzahnung von Studium, Referendariat sowie Fort- und Weiterbildung entgegenzuwirken. Voraussetzung dafür sind verbindliche Kooperationsstrukturen, um die Zersplitterung der Verantwortlichkeiten zu überwinden."

Kontakt

Ansprechpartnerinnen bei inhaltlichen und organisatorischen Fragen zum Programm, zu den Förderrichtlinien oder zu den benötigten Unterlagen:

Christina Siebert-Husmann (Foto: Marcel Schwickerath)
Christina Siebert-Husmann (Foto: Marcel Schwickerath)

Christina Siebert-Husmann

ist Programmmanagerin im Bereich "Programm und Förderung".

T 0201 8401-282

E-Mail senden
Suna Jatta (Foto: Marcel Schwickerath)
Suna Jatta (Foto: Marcel Schwickerath)

Suna Jatta

ist Programmmanagerin im Bereich "Programm und Förderung".

T  0201 8401-111

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Mit der Zukunftsmission Bildung will der Stifterverband ein Bildungssystem für eine Welt im Wandel gestalten, das schnell mehr Menschen mit den notwendigen Kompetenzen aus- und weiterbildet. Dazu bringt er die relevanten Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft in einer Gemeinschaftsinitiative zusammen und koordiniert die Aktivitäten, unter anderem in der Allianz für Lehrkräfte und in der Allianz für Schule Plus – denn um die großen Herausforderungen im Bildungssystem zu lösen, braucht es starke Partnerschaften, die gegenüber der Politik mit einer Stimme sprechen, die gemeinsam Rahmenbedingungen gestalten und damit langfristig eine Veränderung im Bildungssystem bewirken.

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