Eine Uni – ein Buch

Gemeinsames Programm des Stifterverbandes und der Klaus Tschira Stiftung in Kooperation mit DIE ZEIT

Die Idee: Der Doktorand redet mit dem Erstsemester, der Verwaltungsmitarbeiter mit dem Klinikchef, die Historikerin mit dem Maschinenbauer, die Muslima mit dem Christen, der Flüchtling mit den Campus-Anwohnern, die Sächsin mit dem Franken, die Professorin mit dem Sekretär, der IT-Spezialist mit der Bibliotheksmitarbeiterin und dem Leiter des Auslandsamtes – kurz: Möglichst viele Mitglieder einer Universität tauschen sich über ein gemeinsames Thema oder Anliegen aus. Diese Idee soll Realität werden: in der Aktion "Eine Uni – ein Buch".

 

Ausschreibung 2018

Alle Hochschulen in Deutschland sind eingeladen, ein Buch zu bestimmen, über das ein Semester lang geredet und debattiert werden soll: Es kann ein Buch sein über die Religion, eine Abhandlung über Armut und Reichtum, ein klassischer Roman aus dem In- oder Ausland, ein zeitgenössisches Drama oder eine Anleitung zum Change-Management, es kann die beste Dissertation sein, die an der Hochschule ausgezeichnet worden ist – der Fantasie waren keine Grenzen gesetzt.

Auch die Art und Weise der Auseinandersetzung mit dem Buch soll von der Hochschule selbst festgelegt werden: Man kann Lese-Kreise organisieren oder Debattierclubs, Slams oder moderierte Diskussions-Gruppen, man kann zu einer Ringvorlesung einladen, zu einer Diskussion mit dem Autor, man kann das Buch in Seminare integrieren, es können szenische Inszenierungen organisiert werden, oder man tauscht sich auf digitalen Plattformen aus. Grundsätzlich gilt: Je origineller die Formate und je umfangreicher die Beteiligung möglichst unterschiedlicher Menschen und Gruppen an der Hochschule, desto besser.

Die zehn besten Ideen und Aktionen werden vom Stifterverband und der Klaus Tschira Stiftung ausgezeichnet und ihre Durchführung mit jeweils 5.000 Euro gefördert. Die Projektförderung sollte mit dem Sommersemester 2018 beginnen und möglichst im Jahr 2018 umgesetzt werden; der Förderzeitraum bestimmt sich individuell nach dem Arbeitsplan des Projektes.

Hinweise zur Antragstellung

Anträge können nur über die Hochschulleitung eingereicht werden.

Mitmachen kann jede Hochschule in Deutschland – staatliche und staatlich anerkannte. Pro Hochschule ist nur ein Antrag zugelassen. Jeder kann Organisator dieser Aktion auf dem Campus sein. Anträge können gestellt werden von studentischen Gruppen, der Hochschulleitung, Fakultäten, Graduiertenschulen, Verwaltungsmitarbeiter etc.

Die Anträge sollen Antworten geben zu den Fragen:

  • Welches Buch wurde gewählt? Welchen Auswahlprozess gab es?
  • Falls es mehrere Konzepte an Ihrer Hochschule gegeben hat, wieso haben sie sich für den eingereichten Vorschlag entschieden?
  • Wie ist der Vorschlag zustande gekommen?
  • Welche Formate der Auseinandersetzung sind vorgesehen? Wer und wie viele Personen sollen mit den angedachten Formaten erreicht werden?
  • Welches Ziel wird mit dem Projekt verfolgt?

Bitte beschreiben und begründen Sie das geplante Vorhaben (Grundgedanke, Format und Ziel) auf maximal zehn Seiten.

Dem Antrag sind folgende Anlagen beizufügen:

  • das der Ausschreibung beigefügte, vollständig ausgefüllte Deckblatt
  • den Link zu einem bei YouTube als "nicht gelistet" hochgeladenen Bewerbungsvideo, das nicht länger als 2:00 Minuten dauern und auf Deutsch sein sollte. Die Projektidee sollte kurz und knackig dargestellt werden und auf die folgenden Punkte eingehen: Was ist das Ziel des Projektes? Welche Aktionen und Formate sind geplant? An wen richten sie sich? Wer ist daran beteiligt? Wofür soll die Fördersumme verwendet werden?
  • ein Arbeitsplan, aus dem die zeitliche Durchführung des Projekts ersichtlich ist
  • ein Finanzierungsplan, aus dem hervorgeht, wofür die beantragten Mittel eingesetzt werden sollen

Die Hochschulen müssen die vollständigen Antragsunterlagen elektronisch bis zum 19. Januar 2018 an d.ostrop@stifterverband.de übersenden.

Die Auswahl trifft voraussichtlich bis Mitte März 2018 eine Jury aus den Bereichen Kultur, Wissenschaft und Zivilgesellschaft.

Kontakt

Dominique M. Ostrop

ist Programmmanagerin im Bereich '"Programm und Förderung".

T 0201 8401-162
F 0201 8401-215

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